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  • 21.07.2017
  • von Henri Kramer

Vandalismus: Behindertenlift an der Alten Fahrt ist kaputt

von Henri Kramer

Der Behindertenlift an der Alten Fahrt sorgt seit seiner Inbetriebnahme für Ärger. Foto: Klaer

Am Aufzug wurden Schrauben und Dübel entfernt. Die Glastüren sind gesprungen. Es ist nicht das erste Mal, dass es Probleme mit dem Lift in Potsdams Innenstadt gibt.

Innenstadt - Seit seiner Inbetriebnahme vor einem Jahr sorgt der Behindertenlift am Vorzeigeufer der Alten Fahrt für Ärger. Nun kämpft die zuständige Stadtverwaltung auch noch mit massivem Vandalismus vor Ort – weswegen der Aufzug wieder einmal gesperrt ist.

Die Stadtverwaltung teilte am Freitag mit, bei einer außerplanmäßigen Überprüfung der Liftanlage an der ansonsten nicht barrierefreien Promenadentreppe an der Alten Fahrt seien starke Beschädigungen festgestellt worden, hervorgerufen durch massiven Vandalismus. „Unter anderem wurden dabei Schrauben und Dübel zur Befestigung der Führungsschiene des Liftes im Mauerwerk mutwillig entfernt“, sagte eine Stadtsprecherin. Dadurch ist die Liftanlage in sich instabil geworden. Auch die Glastüren sollen gesprungen sein, hieß es weiter.

Bereits im Juni massiver Vandalismus

Bereits im Juni hatte es einen massiven Vandalismusschaden an der Anlage gegeben, berichtete die Sprecherin. Damals wurden unter anderem sämtliche Schrauben an den Glastüren gelöst, im Bereich der Bürstenblechverkleidung Schrauben sogar herausgerissen und entfernt, der Notausschalter zum wiederholten Mal beschädigt und mutwillig festgeklemmt, sodass der Lift nicht fahren konnte. Die Schadenshöhe liege nach vorläufigen Schätzungen im vierstelligen Bereich. „Wir hoffen, dass sich Zeugen bei der Polizei melden, wenn sie etwas gesehen haben“, sagte die Stadtsprecherin.

Zur Gefahrenabwehr sei die Anlage nun außer Betrieb genommen worden. Die Reparatur und die Abnahme durch den TÜV werde voraussichtlich am nächsten Freitag abgeschlossen sein.

Der Lift gilt als störanfällig. Auf eine geschwungene, behindertengerechte Rampe an der Promenadentreppe hatte die Stadt unter anderem aus ästethischen Gründen verzichtet.

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