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Barberini

  • 15.06.2017
  • von Gudrun Janicke
Update

"Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne": Amerikanische Kunst kommt ins Museum Barberini

von Gudrun Janicke

Ein Blick in die neue Ausstellung im Museum Barberini. Foto: J. Haase

Nordamerikanische Künstler suchten Anfang des 20. Jahrhunderts den Weg in die Moderne. Bislang noch nie im Ausland gezeigte Werke sind nun im Museum Barberini in Potsdam zu erleben.

Klassiker der nordamerikanischen Moderne von Edward Hopper (1882-1967) bis Mark Rothko (1903-1970) sind ab Samstag im Potsdamer Kunstmuseum Barberini zu sehen. Der Weg amerikanischer Künstler in die Moderne lasse sich anhand der Werke beispielhaft verdeutlichen, sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider am Donnerstag. Es sei eine faszinierende Sammlung. Sie zeige eindrucksvoll, wie sich die Künstler vom Impressionismus zur Geometrie und abstrakten Malerei hin entwickelten. 

Einige Werke sind erstmals in Deutschland zu sehen

Die 68 Werke von 50 Künstlern wurden von der Phillips Collection in Washington D.C. für die Ausstellung entsandt. Einige davon sind erstmals in Deutschland zu sehen.

Sammler und Mäzen Duncan Phillips (1886-1966) kam über französische Malerei zur modernen nordamerikanischen Kunst. 1921 öffnete die Phillips Collection - also vor dem Museum of Modern Art. Phillips sei ein Visionär gewesen und habe frühzeitig erkannt, welche universelle Sprache Kunst habe, sagte Susan Behrends Frank, Kuratorin der Phillips Collection. In seinem Museum zeigte er französische Impressionisten, aber auch nordamerikanische Künstler in einem Raum. Gemeinsamkeiten, Einflüsse, aber auch Unterschiede seien damit deutlich geworden. Er habe Künstler gefördert und zu ihren Werken inspiriert, sagte Frank.

Landschaften, Abstraktes und Verhältnisse der Farben im Barberini

Im Museum Barberini führen acht Themenräume chronologisch durch die Entwicklung der nordamerikanischen Kunst. Zu sehen sind Landschaften und Porträts vom Ende des 19. Jahrhunderts, aber auch abstrakte Motive. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandten sich Künstler der Figuration zu, in den 1960-er Jahren standen die Verhältnisse der Farben zueinander im Blick.

Das Potsdamer Museum wurde Ende Januar eröffnet. Es ist dem Software-Milliardär und SAP-Mitbegründer Hasso Plattner zu verdanken. Er sammelt selbst Kunst, unter anderem französische Impressionisten und Werke von DDR-Künstlern. Über seine Stiftung wurde der Palast Barberini aufgebaut. Die erste Ausstellung widmete sich mit großem Erfolg französischen Impressionisten. Mehr als 320 000 Besucher kamen. (dpa)

Mehr Informationen zur Ausstellung, Preisen und Öffnungszeiten >>


Welche weiteren Bilder in der neuen Ausstellung im Museum Barberini zu sehen sein werden, lesen Sie in der Freitagsausgabe der Potsdamer Neuesten Nachrichten oder heute Abend ab 22.15 Uhr im E-Paper.

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