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Stadtentwicklung

  • 12.06.2017
  • von Marco Zschieck

Diskussion um Potsdamer Mitte: Kreative wollen 20 Jahre im Rechenzentrum bleiben

von Marco Zschieck

Ursprünglich sollten die Kreativen das Rechenzentrum nur bis Ende August 2018 nutzen. Vermutlich können sie länger bleiben. Doch wie lange? Foto: A. Klaer

Die mehr als 200 Kreativen könnten das Rechenzentrum auch nach dem 31. August 2018 nutzen, sagte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs. Die Künstler fordern nun eine langfristige Nutzung des Gebäudes.

Potsdam - Die Nutzer des früheren Verwaltungsgebäudes des Rechenzentrums in der Breiten Straße fordern eine langfristige Nutzungsperspektive für das Gebäude. „Die einzige Lösung, die wirklich zukunftsfähig und wirtschaftlich ist, ist eine Nutzungsperspektive von 20 bis 25 Jahren“, so Christian de la Motte, einer der Sprecher der Nutzer. Das ermögliche eine Refinanzierung der notwendigen Sanierungsarbeiten und mache das Objekt für Investoren interessant. Die Nutzer würden die Entwicklung eines langfristigen und tragfähigen Nutzungs- und Finanzierungskonzepts fortführen und mit Genossenschaften, potentiellen Investoren und Förderern sprechen, hieß es in einer Mitteilung.

Auch Stiftung Garnisonkirche zeigte sich offen für längere Nutzung des Rechenzentrums

Damit reagierten die Nutzer auf Äußerungen von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) in der Stadtverordnetenversammlung in der vergangenen Woche. Jakobs hatte Hoffnungen bestärkt, dass die mehr als 200 Kreativen und Künstler das Rechenzentrum auch über den 31. August 2018 hinaus nutzen können. Dann läuft eigentlich der Mietvertrag aus. Nach einem Gespräch mit der Stiftung Garnisonkirche Potsdam habe diese sich offen gezeigt, die Nutzung für die Kreativen „befristet zu verlängern“, so Jakobs. Einen Zeitraum nannte er zwar nicht. Allerdings plädiere er schon in Sachen Planungssicherheit nicht für eine Vereinbarung, die „nur von Jahr zu Jahr geht“, so Jakobs auf Nachfrage aus der Linken-Fraktion. Bekanntlich müsste das Rechenzentrum weichen, wenn einmal nebenan das Kirchenschiff der Garnisonkirche gebaut wird. Doch das ist noch nicht absehbar.

Bis zum Herbst sei eine verbindliche Vereinbarung über die Nutzungsdauer und die Miethöhe nötig, hieß es in der Mitteilung der Nutzer weiter. Man sei sehr erfreut über die Kooperationsbereitschaft der Stiftung Garnisonkirche. 

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