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Verkehr

  • 01.06.2017
  • von Marco Zschieck

Potsdams Linke und Grüne für Preiskorrektur: Kurzstrecke könnte wieder für sechs Stationen gelten

von Marco Zschieck

Könnte das Potsdamer Kurzstreckenticket bald wieder für sechs Stationen gelten? Foto: A. Klaer

Das Kurzstrecken-Ticket in Potsdam gilt seit vergangenem Dezember nur noch für vier Haltestellen und kostet zehn Cent mehr. Linke und Grüne setzen sich nun dafür ein, dass das Ticket wieder sechs Stationen umfassen soll. Dann könnte es aber noch teurer werden.

Potsdam - Der Streit um die Erhöhung des Preises für ein Kurzstreckenticket beim Potsdamer Verkehrsbetrieb könnte eine Fortsetzung finden: Linke und Grüne kündigten am Mittwoch im Hauptausschuss an, für die kommende Tarifperiode darauf zu dringen, dass das Kurzstreckenticket wieder für sechs Haltestellen gilt. Der ViP hatte beim vorangegangenen Fahrplanwechsel im Dezember die Gültigkeit von sechs auf vier Haltestellen reduziert und gleichzeitig den Preis von 1,40 auf 1,50 Euro angehoben. Die Änderung wieder rückgängig zu machen, würde für den ViP Einbußen von 217 000 Euro bedeuten, wie es in einer Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung hieß. Anlass war ein vor vier Monaten auf Initiative der Linken gefasster Beschluss im Stadtparlament: Das Kurzstreckenticket sollte demnach künftig wieder für sechs Stationen gelten und nicht mehr, wie zum Jahresanfang eingeführt, für vier Haltestellen.

Allerdings hatten das Rathaus und die Mehrheit der Stadtpolitik nur unter der Bedingung zugestimmt, dass eine „kostenneutrale Lösung“ angestrebt wird. Diese wäre laut dem Fachbereich nur möglich, wenn der Preis für das Kurzstreckenticket von 1,50 auf 1,80 Euro steigt – oder alle anderen Fahrkartenarten jeweils zehn Cent teurer werden. Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg zeigte sich unzufrieden. Die Antwort lasse erkennen, dass eine fahrgastfreundlichere Tarifregelung nicht gewünscht sei. Die Grünen erklärten sich bereit, eine Erhöhung des städtischen Zuschusses für den ViP mitzutragen. 

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