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Themenschwerpunkt:

Wohnen in Potsdam

  • 15.05.2017
  • von Peer Straube

Potsdam: Graffiti am Behlert-Karree

von Peer Straube

Die Wohnhäuser in der Behlerstraße 44 wurden gerade erst saniert. Nun beschmierten Unbekannte die Fassade. Das kann Folgen für die Mieter haben.

Potsdam - Unbekannte haben die gerade erst sanierte Fassade der Pro-Potsdam-Wohnhäuser in der Behlertstraße 44 über die gesamte Breite mit Farbe beschmiert und damit einen erheblichen Schaden angerichtet. Das kommunale Unternehmen will nun Strafanzeige wegen Sachbeschädigung stellen und warnte bereits vor möglichen Folgen für die Mieter.

„Wir sind enttäuscht und auch verärgert“, sagte Pro-Potsdam-Geschäftsführer Bert Nicke. Er verwies auf den „sehr langen Beteiligungsprozess“, in dessen Ergebnis es gelungen sei, gemeinsam mit den Bewohnern ein Sanierungskonzept zu entwickeln, das es erlaubt, auch ohne den Einsatz von Fördermitteln sozialverträgliche Mieten zu garantieren. So beteiligen sich die Mieter etwa an der Gestaltung der Außenanlagen, zudem wird auf teure Grundrissänderungen verzichtet. „Dass diese Bemühungen aller Beteiligten nun von scheinbar Einzelnen so respektlos behandelt werden, ist schlicht untragbar“, ergänzt Nicke. Die Sachbeschädigungen würden nun zu erhöhten Sanierungskosten führen, so Nicke. Ob dies Auswirkungen auf die geplanten Mieten haben wird, ließ er offen.

Die Pro Potsdam hatte im vergangenen Jahr mit dem zweiten Bauabschnitt bei der Sanierung des sogenannten Behlert- Karrees begonnen. Die 35 Wohnungen sollen im Herbst dieses Jahres bezugsfertig sein. Ursprünglich hatte das Unternehmen das Quartier verkaufen wollen. Mieterproteste und Kritik aus der Stadtpolitik hatten ein Umdenken bewirkt. 

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