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Verkehr

  • 16.02.2017
  • von Henri Kramer

Lärmaktionsplan für Potsdam: AfD will keine Tempo-30-Zonen gegen Lärm

von Henri Kramer

Die Stadt Potsdam plant, dass künftig auf mehreren Straßen Tempo 30 gelten soll, um den Lärm zu reduzieren. Die AfD ist dagegen.

Der Potsdamer AfD-Kreischef Thomas Jung wendet sich gegen Pläne der Stadt, mit Hilfe von Tempo-30-Zonen auf Straßen Tausende Potsdamer von Verkehrslärm zu entlasten. „Verkehr muss fließen“, teilte Jung am Dienstag mit und warnte vor einem Verkehrsinfarkt. „Potsdam wird totberuhigt. Das darf in einer modernen Stadt nicht sein.“ Wenn man jede Straßenverbindung in der Brandenburgischen Hauptstadt einspurig und mit Tempo 30 herunter beruhigt, dürfe man sich nicht wundern, „wenn bald immer weniger Menschen zu uns kommen“, erklärte Jung wörtlich. Das sei „Gift für den Handel und das Gewerbe und den Tourismus“ und koste Arbeitsplätze.

Unerwähnt ließ Jung, dass gerade Potsdams Tourismuswirtschaft seit Jahren und trotz schon eingeführter Tempolimits in wichtigen Straßen über steigende Gästezahlen berichtet. Den ersten Lärmaktionsplan hatte die Stadt bereits 2011 aufgelegt, in der Folge wurden bereits etliche Tempo-30-Zonen – etwa in der Jägerallee – ausgeschildert. Mit einer Fortschreibung des Plans sollen Geschwindigkeitsbegrenzungen in zwölf weiteren Straßenzügen durchgesetzt werden. 

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