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Themenschwerpunkt:

Das neue Potsdam

  • 13.01.2017
  • von Steffi Pyanoe

FAKTEN & STADTGESCHICHTE: Erst Gartenlokal, dann Wohnen am Waldrand

von Steffi Pyanoe

Die beiden Gebäude von Lume Sieben stehen auf einem kleinen Fleckchen Stadtgeschichte. Bis 2013 stand hier das „Waldschlösschen“, ein Ausflugslokal, Ende des 19. Jahrhunderts mit Kneipe, Tanzsaal und Kegelbahn erbaut. Hier war Potsdam zu Ende, man pilgerte zum Stadtrand, um sich zu erholen und vergnügen. Es gab sogar bunte Postkarten, die das Waldschlösschen mit Gartenlokal romantisch in Szene setzten. Auch wer in der Medienstadt arbeitete, kam hierher zum Feierabendbier. Hier wurde Livemusik gemacht, Potsdamer Bands wie Subway to Sally, East Blues Experience, später probten hier Theatergruppen, Kunstvereine zogen ein und betrieben hier Werkstätten. Das Waldschlösschen wurde zur Außenstelle des Lindenparks. Sogar Radio wurde hier zeitweise gemacht, Radio Fritz zum Beispiel. Aber die Immobilie gehörte einem Eigentümer in Wien, der sich kaum kümmerte. Der Lindenpark konnte das Haus nicht im Alleingang erhalten. 2007 wurde das Haus endgültig geschlossen, der Eigentümer verkaufte das Grundstück schließlich. Der Potsdamer Bauträger DG Stahnsdorfer Straße GmbH von Christian Daniel und Rainer Rothkegel übernahm die Bauausführung für Lume Developement. Das Projekt in Babelsberg ist Nummer sieben, drei weitere realisiert Lume derzeit in der Heinrich-Mann-Allee und am Brauhausberg. Das Objekt in Babelsberg hat die Adressen Stahnsdorfer Straße 100 und Am Klubhaus 3. Auf 3500 Quadratmetern am Waldrand entstanden zwei Gebäude mit zusammen 21 Appartements in gehobener Ausstattung, mit Balkonen, Terrassen oder sogar Gartenanteil. Investitionsvolumen: „Ein hoher einstelliger Millionenbetrag“, sagt Lume-Geschäftsführer Christian Daniel. Verkauft wurde für 3000 bis 3600 Euro je Quadratmeter, die Wohnungen sind 42 bis 166 Quadratmeter groß. Etwa 80 Prozent der Käufer nutzen die Wohnungen selbst, 20 Prozent als Kapitalanlage. Der Entwurf stammt vom Berliner Architekturbüro Yves Päschke. 2014 im Sommer waren die Gebäude fertig.

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