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  • 10.01.2017
  • von Henri Kramer

Kommentar über die Wahl von Bernd Rubelt: Rubelt kann eigentlich nur gewinnen

von Henri Kramer

Potsdams neuer Baubeigeordneter: Bernd Rubelt (parteilos). Foto: M. Thomas

Kann es Bernd Rubelt aus dem kleinen Eutin gelingen, die Potsdamer Bauverwaltung zu führen? Ihm hilft das deutliche Ergebnis bei seiner Wahl - und gescheitert sind in diesem Amt schon ganz andere. Ein Kommentar.

Potsdam - Eigentlich kann Bernd Rubelt nur gewinnen. Ausgestattet mit dem Malus, nur die dritte Wahl zu sein, hat der neue Baudezernent mit Beginn seiner Amtszeit etliche Hausaufgaben auf seinem Tisch. Da geht es um ein Verkehrskonzept, gerade für die Innenstadt, da geht es um den umstrittenen Wiederaufbau der historischen Potsdamer Mitte und die Bereitstellung von genügend bezahlbarem Wohnraum für eine immer schneller wachsende Landeshauptstadt. Dazu wird sich erweisen müssen, ob es einem Mann aus einer kleinen Stadt wie Eutin tatsächlich gelingen kann, die eigenwillige Potsdamer Bauverwaltung zu führen – der parteilose 48-Jährige, künftig zuständig für rund 400 Mitarbeiter, war bisher für etwas mehr als 20 Angestellte eines Bauamts zuständig.

Doch gescheitert sind in diesem Amt schon ganz andere. Helfen wird Rubelt aber zumindest das deutliche Ergebnis bei seiner Wahl – das gleichzeitig auch zeigt, dass das Stadtparlament nach dem Auseinanderbrechen der Rathauskooperation aus SPD, CDU/ANW und Grünen noch handlungsfähig ist und Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sich im Zweifelsfall auch auf das Wort der bisher oppositionellen Linken verlassen kann. Ein wichtiges Zeichen in Zeiten wechselnder Mehrheiten.

 

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