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Verkehr

  • 04.01.2017
  • von Henri Kramer

Schutz vor Falschfahrern in Potsdams Innenstadt: Neue Poller für die Brandenburger Straße

von Henri Kramer

Vor einigen Monaten wurden Poller in der Brandenburger Straße aufgestellt. Nun müssen neue her. Foto: A. Klaer (PNN-Archiv)

Vor einem Dreivierteljahr wurden mehrere Poller auf der Brandenburger Straße montiert, um Falschfahrer zu stoppen. Weil die Poller bereits kaputt sind, werden sie nun ausgetauscht. Außerdem gibt es erste Ergebnisse der Schleichwege-Umfrage.

Potsdam - Die Poller gegen Falschfahrer in der Fußgängerzone der Brandenburger Straße werden erneuert und ausgetauscht. Schon am heutigen Mittwoch sollen neue Poller in der Dortu- und der Hermann-Elflein-Straße montiert werden, kündigte Stadtsprecher Jan Brunzlow am Dienstag auf PNN-Anfrage an. Zudem sollten noch in diesem Jahr auch weitere Poller Falschfahrer stoppen, die durch die Linden- und die Jägerstraße über die Brandenburger Straße kommen wollen.

Die Poller waren kaputt und werden nun ausgetauscht

Anlass für die Anfrage war ein Hinweis des SPD-Fraktionschef Pete Heuer, dass die vor einem Dreiviertelahr montierten Poller verschwunden seien. Darauf hatten Heuer wiederum Anwohner der Innenstadt aufmerksam gemacht, die der SPD- Politiker zu möglichen Maßnahmen gegen Schleichwege für Autofahrer befragt hatte. Brunzlow sagte, die verschwundenen Poller seien kaputt gewesen und würden nun ausgetauscht.

Bei Verkehrszählungen vor dem Aufbau der Poller waren für die Einkaufsmeile einige Dutzend Durchfahrten pro Stunde gezählt worden. So kam es regelmäßig zu brenzligen Situationen, weil die Fußgänger in der Brandenburger Straße nicht mit den Autos rechneten. Bereits vor drei Jahren hatte die Stadtverwaltung deshalb angekündigt, die Zufahrt mit Pollern dicht zu machen, zunächst fehlte dafür aber das Geld. Schließlich ersann man die Lösung, einfache Stahlrohre für lediglich bis zu 400 Euro zu verwenden – und jeweils nur eine Seite der Brandenburger Straße zu sperren, damit Rettungs- und Lieferfahrzeuge noch einen Weg auf die Straße finden.

Schleichwege: Besonders die Gutenbergstraße ist beliebt

Zugleich stellte Heuer die Ergebnisse seiner Schleichwege-Aktion vor. Dazu hatte er vor einem Monat Fragebögen verteilt, mehr als 30 Anwohner hätten sich zurückgemeldet. Dabei hätten sich für die besonders betroffene Gutenbergstraße rund die Hälfte der Befragten für eine Unterbrechung, zum Beispiel durch Poller, in Höhe der Friedrich-Ebert-Straße ausgesprochen – allerdings nicht für eine generelle Ausweitung der Fußgängerzone. Die Stadt hat für dieses Jahr eine Lösung angekündigt, die zu einer Verkehrsberuhigung führen soll. Derzeit fahren durch die Gutenbergstraße mehr als 400 Fahrzeuge pro Stunde, wenn sie nicht im Stau in der Hegelallee stehen wollen.

Für die ebenso vom Schleichverkehr geplagte Bertha-von-Suttner-Straße, die Autofahrer zur Umgehung des Staus am Neuen Garten nutzen, habe sich eine deutliche Mehrheit der Anwohner für die Kappung dieses Schleichwegs ausgesprochen, so Heuer. So könne ein Abbiegeverbot aus der Eisenhartstraße oder eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet werden. Auch hier hat die Stadtverwaltung eine Prüfung angekündigt.

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