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  • 05.11.2016
  • von Henri Kramer

Rohrbruch in Zeppelin-Grundschule Potsdam: Zeppelin-Schüler müssen in Container ziehen

von Henri Kramer

Bei Potsdams Schulbauprojekten tauchen immer wieder Probleme auf. Nun gab es einen Wasserrohrbruch in der Zeppelin-Grundschule in Potsdam. Foto: dpa (Symbolbild)

Weil es einen Rohrbruch in der Zeppelin-Grundschule in Potsdam-West gab, müssen etliche Schüler in einem Container unterrichtet werden. Immer wieder gibt es erhebliche Probleme bei Schulbauprojekten in Potsdam.

Potsdam-West - Nach einem Rohrbruch in der Zeppelin-Grundschule müssen etliche Schüler übergangsweise in Container-Klassenräumen unterrichtet werden. Das bestätigte ein Stadtsprecher jetzt auf PNN-Anfrage. Der Wasserschaden in dem Gebäude in der Haeckelstraße sei Anfang des Schuljahres festgestellt worden. Nun werde an der Sanierung gearbeitet.

Räume in der Zeppelingrundschule nicht nutzbar

Öffentlich geworden ist der Vorfall durch eine Kleine Anfrage des CDU-Stadtverordneten Horst Heinzel zu „Versicherungsschäden bei Bauvorhaben des Kommunalen Immobilienservice (Kis)“. Darin heißt es, kurz nach Abschluss des Ausbaus des Untergeschosses der Zeppelin-Schule mit einer Speiseversorgung und drei Klassenräumen sei es zu einem Leitungsschaden an der zuvor verlegten Warmwasserleitung gekommen – die in einer Trockenbauwand verlegt worden war. Die Räumlichkeiten seien daher nicht mehr nutzbar, machte der Sprecher deutlich. Daher seien Unterrichtscontainer nötig, um den Schulbetrieb während der Sanierung abzusichern.

Der Fall selbst sei zunächst über den Gebäudeversicherer des Kis reguliert worden. Ebenso sei ein Sachverständiger zur Schadensanalyse hinzugezogen worden. „Für die Beseitigung der Schäden haftet die ausführende Firma“, so der Kis weiter.

Immer wieder Probleme bei Schulbauprojekten

Immer wieder hat der Kis mit Baumängeln an seinen Schulbauprojekten zu kämpfen. Zuletzt waren monatelange Verzögerungen für den Aufbau einer temporären Schule am Humboldtring publik geworden (PNN berichteten). Auch bei der Erweiterung und Sanierung des Helmholtz-Gymnasiums in der Kurfürstenstraße hatten sich Verzögerungen ergeben, ebenso durch Estrich-Probleme beim Neubau der Da-Vinci-Gesamtschule an der Esplanade im Bornstedter Feld. Allerdings stellt der Kis in seiner Antwort auf die CDU-Anfrage fest, dass es „praktisch keine tatsächlich mängelfreien Bauvorhaben“ gebe. Die konsequente Feststellung und Ahndung derartiger Mängel sei dabei auch als Beweis „für eine funktionierende Qualitätssicherung“ zu verstehen. Für die Projekte Helmholtz- und Da-Vinci-Schule seien die Bemessung der durch die Mängelbeseitigung entstehenden Kosten und das Verfahren gegen den Verursacher noch nicht abgeschlossen, hieß es vom Kis weiter.

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