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  • 04.11.2016
  • von Henri Kramer

Kommentar über kostenloses Schüler-Frühstück in Potsdam: Ein kleiner Schritt

von Henri Kramer

An sieben Schulen in Potsdam versorgt die Spirelli-Bande Kinder mit Frühstück. Doch der Bedarf ist offenbar deutlich höher. Foto: dpa (Symbolbild)

Dass es ein Modell für ein kostenloses Frühstück an Potsdamer Grundschulen für bedürftige Kinder geben soll, ist eine richtige Entscheidung. Ein Kommentar.

Potdam - Nun soll es Oberbürgermeister Jann Jakobs richten. Gemeinsam mit dem Land soll das SPD-Stadtoberhaupt ein Modell für ein kostenloses Frühstück speziell für bedürftige Schüler entwickeln. Dieser Auftrag der Stadtverordneten – namentlich initiiert von Linke und SPD – ist richtig. Kinder aus sozial schwachen Familien sind ohnehin benachteiligt, das fängt in Schulen häufig schon bei der Kleidung und entsprechend abfälligen Bemerkungen an. Doch wenn ein Kind dann mit grummelndem Magen im Unterricht sitzen muss, geht es um Grundsätzliches. Denn je größer der Hunger, desto schlechter ist die Konzentration – was wiederum die Leistung sinken lässt.

Da ist es zunächst auch unerheblich, warum die Eltern der Schüler es nicht schaffen, ein ordentliches Frühstück zu bereiten. Fakt ist: Der Bedarf danach ist gewachsen. Sozialforscher haben den Zusammenhang schon mehrfach hergestellt: Armut ist vererblich. Der Potsdamer Vorstoß zum kostenlosen Frühstück wäre ein kleiner Schritt, dieser Entwicklung entgegenzutreten. Immerhin.

 

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