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  • 24.06.2016
  • von Christine Fratzke und Alexander Fröhlich

Potsdam: Unbekannte attackieren Häuser von AfD-Mitgliedern

von Christine Fratzke und Alexander Fröhlich

Das Haus von Thomas Jung (AfD) in Babelsberg wurde beschmiert und mit Farbe beworfen. Foto: AfD Brandenburg

Unbekannte warfen Farbbeutel auf die Häuser von drei AfD-Mitgliedern in Potsdam, unter anderem auch auf das Haus vom Potsdamer AfD-Chef und Landtagsabgeordneten Thomas Jung. Es war nicht der erste Anschlag.

Potsdam - Unbekannte haben Farbanschläge auf die Häuser von mehreren AfD-Mitgliedern in Potsdam und Umland in der Nacht zu Mittwoch verübt. Wie die AfD nun mitteilt, wurde unter anderem das Einfamilienhaus in Babelsberg von Thomas Jung, AfD-Chef in Potsdam und innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag, mit roten Farbbeuteln beworfen. Außerdem sprühten die Täter den Schriftzug „Nationalismus tötet“ an die Hausfassade.

Häuser von drei AfD-Mitgliedern in Potsdam beschmiert

„Dieser feige Anschlag auf mein Privathaus, der nicht einmal vor meiner Familie halt macht, ist im Vergleich mit den regelmäßigen Anschlägen auf Bürgerbüros der AfD eine neue Stufe der Gewalt“, sagte der AfD-Politiker.

Nicht nur das Haus von Jung, sondern auch die Häuser von zwei anderen AfD-Mitgliedern wurden laut Polizei-Angaben ebenfalls in der Nacht beschmiert. Die Nachbarn in den Mehrfamilienhäusern waren teilweise ebenfalls betroffen. So berichtete ein Anwohner den PNN, dass seine Fensterscheibe ebenfalls von Farbbeuteln getroffen wurde. Er sei aber kein AfD-Mitglied, betonte er. Auch einige Autos im Umfeld bekamen rote Farbe ab.

Der Staatsschutz ermittelt nun, weil ein politischer Hintergrund wahrscheinlich sei. 

Anschlag auf Gaulands Haus im April

Es ist nicht der erste Fall Anschlag auf AfD-Politiker in Potsdam: Bereits im April haben Unbekannte das Haus von AfD-Vize Alexander Gauland in der Berliner Vorstadt mit Farbbeuteln beworfen. Sie sprühten ein durchgestrichenes Hakenkreuz und ebenfalls den Schriftzug „Nationalismus tötet“ an die Fassade. Außerdem zündeten sie einen Sperrmüllhaufen am Gartenzaun an. Zu dem Anschlag bekannten sich Linksextremisten, wie es im Beitrag "Es gibt kein ruhiges Gauland! Nazis haben Namen und Adressen“ auf einem Internetportal der linken Szene nachzulesen ist. Dort wurde auch Gaulands Privatadresse veröffentlicht.

An die Privatadressen dürften die Täter ganz einfach gekommen sein. Anfang Mai waren während des Bundesparteitags der AfD in Stuttgart die Privatadressen und Telefonnummern von mehr als 2000 AfD-Mitgliedern auf einer linken Internetseite veröffentlicht worden.

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