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  • 09.06.2016

Potsdamer müssen weiter auf Synagoge warten

Innenstadt - Trotz der Einigung zwischen den jüdischen Gemeinden ist eine Fertigstellung der Potsdamer Synagoge an der Schlossstraße noch in weiter Ferne. Das Land geht nicht davon aus, dass das Gebäude wie zuletzt geplant im kommenden Jahr fertig wird, wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine schriftliche Anfrage der CDU-Fraktion hervorgeht.

Auf die Frage der Abgeordneten Steeven Bretz und Anja Heinrich, ob mit einer Fertigstellung im Herbst 2017 gerechnet werden könne, heißt es in der Antwort schlicht „Nein“. Eine Erklärung folgt nicht. „Die positiven öffentlichen Signale der letzten Monate haben mehr Konsens versprochen als sich in diesen Antworten findet“, beurteilte Bretz die Äußerung. Vor einem Jahr hatten die Beteiligten den Termin noch für realistisch gehalten.

Mit „positiven öffentlichen Signalen“ spielte Bretz auf die erste gemeinsame Pressekonferenz an, die die Jüdische Gemeinde Potsdam und die Synagogengemeinde im April veranstaltet hatten. Dabei verkündeten Vertreter der beiden Institutionen, nach Jahren der Gegnerschaft nun zu kooperieren. Offenbar hatten sie sich zuvor über die Trägerschaft und die Raumaufteilung im Inneren geeinigt.

Offen war die Frage nach der Fassadengestaltung geblieben, an der sich der Streit einst entzündet hatte. Es sieht so aus, als sei man hier noch nicht weitergekommen. Zumindest heißt es von der Landesregierung auf die Frage der CDU, inwieweit hier mittlerweile Klarheit herrsche, dass noch Gespräche dazu liefen. Seit 2011 besteht an der Schlossstraße wegen des Streits ein Baustopp. wik

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