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  • 18.03.2016
  • von Henri Kramer und Peer Straube

Rathaus Potsdam - neuer Sozialdezernent gesucht: Mike Schubert hat seine Bewerbung abgegeben

von Henri Kramer und Peer Straube

Mike Schubert (SPD) könnte neuer Sozialdezernent in Potsdam werden. Foto: promo

Potsdams Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger (parteilos) gibt ihr Amt im Sommer auf - für die Familie. Nun will der SPD-Stadtchef Mike Schubert den Posten, redet aber lieber nicht darüber.

Jetzt ist es offiziell: Potsdams SPD-Chef Mike Schubert geht ins Rennen um den Posten des Sozialbeigeordneten in der Landeshauptstadt. Der 43-Jährige hat nach PNN-Informationen seine Bewerbung um das Wahlamt bei der Stadt abgegeben. Er selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Schubert will ab August Nachfolger von Elona Müller-Preinesberger (parteilos) werden, die ihr Amt wie berichtet im Sommer aufgibt, weil sie mehr Zeit für ihre Familie haben will

 


Warum es bei dem Posten für Mike Schubert auch um die Frage nach einem neuen SPD-Oberbürgermeister geht - lesen Sie hier >>

 


 

Auch ein Nachfolger für Ex-Baudezernent Klipp wird gesucht

Parallel sucht die Stadtverwaltung auch nach einem Nachfolger für den im vergangenen November wegen der Affäre um sein zu groß geratenes Privathaus abgewählten Baudezernenten Matthias Klipp (Grüne). Die Bewerbungsfrist für beide Posten endet am 31. März. Laut Stellenausschreibung wird für beide Jobs „mehrjährige Erfahrung in einem vergleichbaren Tätigkeitsfeld, idealerweise in einer Kommunalverwaltung“ erwartet, außerdem legt die Stadt Wert auf „Führungskompetenz mit ausgeprägter Kommunikations- und Durchsetzungsstärke“, Verhandlungsgeschick, politisches und auch unternehmerisches Gespür. Auch ein abgeschlossenes Hochschulstudium muss vorgewiesen werden. Ausdrücklich begrüßt werden laut Ausschreibung für beide Posten Bewerbungen von Frauen.

Wie das Auswahlverfahren läuft

Zur Zahl der bisher eingegangenen Bewerbungen machte Stadtsprecher Stefan Schulz mit Verweis auf das laufende Verfahren keine Angaben. Um für beide Beigeordnetenposten die bestmöglichen Kandidaten zu finden, hat das Rathaus wie berichtet auch eine professionelle Personalberatungsfirma – einen sogenannten Headhunter – eingeschaltet: das renommierte Büro Kienbaum. Dieses Büro soll auch selbst aktiv nach geeigneten Personen Ausschau halten. Nach Ablauf der Frist soll Kienbaum aus allen eingegangenen Bewerbungen eine Vorauswahl treffen, die dann Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) vorlegt wird, sagte Schulz. Der Rathauschef wähle dann daraus gemeinsam mit der Personalabteilung der Stadt drei bis fünf Kandidaten aus. Aus diesen wiederum kürt dann eine unter anderem mit Vertretern der Stadtfraktionen besetzte Bewerbungskommission die Kandidatin oder den Kandidaten, der den Stadtverordneten vom Rathauschef zur Wahl empfohlen wird.

Gegen Schubert gibt es aus der SPD auch Widerstand

Gemäß den Absprachen der regierenden Rathauskooperation aus SPD, CDU/ANW und Grünen haben die Sozialdemokraten bei der Vergabe des Sozialbeigeordnetenpostens das Vorschlagsrecht – für Schubert ein Vorteil. Allerdings ist seine Kandidatur parteiintern nicht unumstritten: Nach PNN-Informationen soll es vor allem aus dem SPD-Ortsverein Babelsberg Kritik gegeben haben. Bei der Klipp-Nachfolge liegt das Vorschlagsrecht erneut bei den Grünen.  

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