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  • 02.03.2016
  • von Christine Fratzke

Pogida fällt in dieser Woche aus: Gegenkundgebung fand trotzdem statt

von Christine Fratzke

Die Pogida-Kundgebung am 2. März fiel aus. Am Bassinplatz fand dennoch eine Gegenkundgebung statt. Foto: C. Fratzke

Die geplante Pogida-Veranstaltung am Mittwoch am Bassinplatz wurde abgesagt. Dennoch fand eine Gegenkundgebung statt.

Potsdam - Am Mittwochabend haben sich etwa 50 bis 60 Pogida-Gegner am Bassinplatz versammelt. Sie wollten ein Zeichen gegen Pogida und für ein buntes Potsdam setzen. In der vergangenen Woche haben die Pogida-Organisatoren die geplante Kundgebung am Bassinplatz abgesagt. Aus Sicherheitsgründen, hieß es.

Bassinplatz sei kein Ort für Rassismus

Man habe überlegt, ob man die Gegenkundgebung auch ausfallen ließe, sagte eine Sprecherin am Mittwochabend. Allerdings sei der Bassinplatz ein Platz für Jugendkultur und Miteinander, kein Ort für Rassismus. 

Eine weitere Rednerin stellte in einem Redebeitrag dar, dass Rassismus, Nationalismus und Geschichtsrevisionismus die Pogida-Reden auszeichne. Danach wurden Ausschnitte von Pogida-Reden, unter anderem von Christian Müller, Daniela Weirich und Graziani vom Leipziger Pegida-Ableger Legida, gezeigt - und Parallelen zu den Ereignissen von Rostock-Lichtenhagen 1992 gezogen.

Zu der Veranstaltung "Mach den Schnabel auf. Der Bassi bleibt bunt!" hatte zuvor der Stadtjugendring Potsdam über Facebook aufgerufen.

Weitere Pogida-Demos geplant

Pogida will nach derzeitigem Stand in den kommenden Wochen dennoch weitermachen, so sind Kundgebungen bis in den Mai hinein geplant. Am 9. März will sich Pogida am Hauptbahnhof treffen, am 15. März soll es wieder nach Babelsberg gehen. Und am 22. März ist eine Kundgebung in Potsdams Innenstadt geplant.

 

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