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  • 14.01.2016
  • von Marco Zschieck

Volksbegehren gegen Massentierhaltung endet: Ansturm zum Endspurt

von Marco Zschieck

11 300 Potsdamer haben bislang das Volksbegehren gegen Massentierhaltung unterschrieben. Foto: dpa

Nur noch am heutigen Donnerstag können Brandenburger das Volksbegehren gegen Massentierhaltung unterschreiben. 80 000 Unterschriften sind insgesamt nötig. Besonders viele wurden in Potsdam abgegeben.

Potsdam - Die Uhr tickt: Noch bis 16 Uhr am heutigen Donnerstag können Bürger das Volksbegehren gegen Massentierhaltung unterschreiben. Dann endet auch die Frist zur Abgabe der Briefwahlunterlagen. In Potsdam ist das in den Räumen des Bürgerservice im Stadthaus in der Friedrich-Ebert-Straße möglich. Außerdem sind Zweigstellen in den Bibliotheken am Stern und in der Waldstadt ab 13 Uhr geöffnet. Ergebnisse werden am Abend erwartet.

Am Mittwoch machten auch im Potsdamer Rathaus noch zahlreiche Interessierte von der Möglichkeit zur Unterschrift Gebrauch. Am Nachmittag kamen dort fast im Minutentakt Bürger vorbei. Die Stadtverwaltung hatte im Bürgerservice einen zusätzlichen Tisch aufgestellt. Dort nahm unter anderem Potsdams Wahlleiter Matthias Förster die Unterschriften entgegen. Der Andrang sei groß, hieß es. Vor dem Rathaus hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) einen Infostand aufgebaut.

80.000 Unterschriften nötig

Das Volksbegehren fordert unter anderem Obergrenzen für den Tierbestand in Brandenburg und den Verzicht auf neue Mega-Ställe. 80 000 Unterschriften sind nötig, damit sich der Landtag erneut mit dem Thema befassen muss. Lehnt der Landtag das Volksbegehren ab, würde ein Volksentscheid folgen.

Bis Mitte Dezember haben sich nach Angaben des BUND mehr als 70 000 Brandenburger beteiligt, wie der Umweltverband am Montag mitteilte. Der BUND wies am Mittwoch darauf hin, Briefwahlunterlagen nicht mehr abzuschicken sondern abzugeben. Der Zeitpunkt des Eingangs der Unterlagen sei entscheidend, nicht der Poststempel. Potsdam ist bisher eine der Hochburgen des Volksbegehrens: 11 300 Potsdamer hatten bis Anfang der Woche unterschrieben oder Briefwahlunterlagen angefordert.

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