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  • 11.11.2015
  • von Henri Kramer

Gedenken an Max Dortu in Potsdam: Die Andere darf Styropor-Steine werfen

von Henri Kramer

Eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus erinnert an Max Dortu. Foto: M. Thomas

Erfolg für die Wählergruppe Die Andere: In Gedenken an den Revolutionär Max Dortu dürfen die Aktivisten mit Styropor-Steinen auf das Landtagsgebäude werfen. Das hat die Polizei ihnen zunächst eigentlich untersagt.

Potsdam - Niederlage für die Potsdamer Polizei: Die linksalternative Wählergruppe Die Andere hat am Verwaltungsgericht ihr geplantes Max-Dortu-Gedenksteinwerfen durchgesetzt. Das bestätigte Gerichtssprecher Ruben Langer den PNN am Dienstag auf Anfrage. Damit können die Aktivisten am morgigen Donnerstag ab 18 Uhr Styropor-Steine gegen das Landtagsgebäude am Alten Markt werfen, in Erinnerung an das Revolutionsjahr 1848 und den Potsdamer Radikaldemokraten Max Dortu (PNN berichteten).

Polizei: Kopfverletzungen durch Styropor-Steine möglich

Die Polizei hatte die Aktion zunächst untersagt – unter anderem mit dem Argument, dass selbst Styropor-Steine, geworfen mit „ausreichend Kraft“, für Kopfverletzungen sorgen könnten. Außerdem könne nicht ausgeschlossen werden, dass bei der Aktion auch richtige Steine geworfen werden, so die Polizei. Gerichtssprecher Langer sagte dagegen, das Gericht habe nicht feststellen können, dass eine konkrete Gefahr durch die geplante Veranstaltung bestehe. „Vermutungen allein reichen nicht aus“, so Langer.

Die Andere will an Ereignisse aus dem November 1848 erinnern, als im benachbarten Berlin gerade die Reste der sogenannten März-Revolution niedergeschlagen wurden und in Potsdam unter Führung des später hingerichteten Max Dortu wütende Bürger Steine gegen das preußische Stadtschloss warfen – mit rund 50 Teilnehmern will Die Andere dieses Ereignis nachempfinden. 

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