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  • 18.01.2014

NACHRICHT

Hölderlin-Ring für Christa Kozik und Hermann Zschoche

Die Potsdamer Autorin Christa Kozik erhält zusammen mit dem Regisseur Herrmann Zschoche den Hölderlin-Ring des Vereins Hölderlin-Nürtingen e.V. für ihren Film „Hälfte des Lebens“ (Defa 1985). Die Autorin Christa Kozik ist mit ihrem Werk vor allem Kindern bekannt. Ihre Bücher „Gritta vom Rattenschloss“, „Ein Schneemann für Afrika“ oder „Moritz in der Litfaßsäule“ und deren Verfilmungen finden heute in den neuen und alten Bundesländern begeisterte Leser und Zuschauer. Mit dem Hölderlin-Film „Hälfte des Lebens“, für den sie 1985 das Drehbuch schrieb und der mit Jenny Gröllmann und Ulrich Mühe einfühlsam auf die Leinwand kam, beeindruckte sie auch Erwachsene. Hermann Zschoche beleuchtete humorvoll und immer wieder kritisch den Lebensalltag der Menschen in der DDR. Mit dem Jugendfilm „Sieben Sommersprossen“, der zum Kultfilm avancierte, gewann er ein Millionenpublikum. Sein Film „Karla“ über eine junge Lehrerin, gespielt von Jutta Hoffmann, steckt voller Idealismus und Aufbruch. Das Aufführungsverbot 1965 hatte Zschoche schwer getroffen. Aber auch nach 1989 konnte er im Filmgeschäft arbeiten, drehte Serien und auch einen Tatort. Eine lange Zusammenarbeit verbindet ihn mit Christa Kozik, die in „Hälfte des Lebens“ viel von der sozialen Wachheit und Kompromisslosigkeit beider Filmkünstler erzählt. Der Verein Hölderlin-Nürtingen e.V. ehrt seit 2010 mit dem Hölderlin-Ring jährlich Künstler und engagierte Mitbürger, die sich um das Werk, die Person und die Erinnerung an Friedrich Hölderlin verdient gemacht haben. PNN

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