• 17.01.2013

Durch die „Preußischen Alpen“ Höfische Festspiele laden zur Wanderung ein

Mit der winterlichen Gipfelwanderung „Die Preußischen Alpen“ gleich hinter der Glienicker Brücke begeben sich die Höfischen Festspiele am Wochenende auf die Fährte der skurrilen Schweizer-Mode des 19. Jahrhunderts, die in Potsdam mit den Schweizer Häusern auch viele literarische Spuren hinterlassen hat. „Jeder Tag wurde genutzt, um einen Berg im Berner Oberland zu besteigen. Prinz Carl ritt, indes Prinzess Marie hinauf getragen wurde“, beschrieb ein Zeitzeuge die Reise durch die Schweizer Alpen, die Prinz Carl von Preußen und seine Frau im Sommer 1861 unternahmen. In der Potsdamer Enklave Klein Glienicke hat diese Reise bis heute sichtbare Spuren hinterlassen. Denn nach seiner Rückkehr beauftragte Carl den Architekten und Schinkel-Schüler Ferdinand v. Arnim mit dem Bau von zehn Häusern im Schweizer Stil in unmittelbarer Nähe seines Wohnsitzes Schloss Glienicke. Um die Umgestaltung zum „Schweizerdorf“ vollkommen zu machen, veranlasste der Prinz sogar, den über dem Dorf gelegenen Böttcherberg mit einer künstlichen Schlucht zu versehen, deren Restaurierung nun kurz vor dem Ende steht.

Mit Texten unter anderem von Rousseau, Albrecht v. Haller, Wilhelmine v. Hillern, der Autorin der „Geyer-Wally“, Gottfried Keller wird der Gipfel des Böttcherberges (66 Meter über dem Meeresspiegel) erwandert. Musikalisch begleitet wird das Bergabenteuer durch das Gesangstrio der Schneider Schwestern, das auf unvergleichliche Weise fast vergessene alpenländische Weisen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhunderts vortragen. Bergführer ist der gebürtige Bayer Andreas Nickl. Treffpunkt ist am Sonntag, dem 20. Januar, um 12 Uhr in der Kapelle Klein Glienicke, Wilhelm-Leuschner-Straße 1. Der Preis für diese Wanderung kostet 17, ermäßigt 13 Euro. Karten können reserviert werden unter Tel.: (0331) 27 130 68. Die nächste Wanderung in „Die Preußischen Alpen“ ist am 17. März geplant. PNN

  • Erschienen am 17.01.2013 auf Seite 24

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