• 15.01.2013

Musik und Wissenschaft gemeinsam

Es ist das erste Mal, dass die Kammerakademie Potsdam und das Einstein Forum am Montag, dem 28. Januar, zu einem gemeinsam konzipierten Abend mit zeitgenössischer Musik einladen. Dem Konzert im Foyer des Nikolaisaals, Wilhelm-Staab-Straße 10/11, um 20.15 Uhr geht um 18.30 Uhr der Vortrag „New Spheres of Sound“ des amerikanischen Musikwissenschaftlers und Dirigenten Leon Botstein im Einstein Forum am Neuen Markt in englischer Sprache voraus.

Das Konzertprogramm „Quantensprünge – Komponierte Formeln“ in der Reihe „KAPmodern“ widmet sich auf musikalisch-assoziative Weise ganz alltäglichen, physikalischen Phänomenen. Der amerikanische Komponist Steve Mackey reflektiert in seiner Musik über Physik im Wintersport, John Oswald über das „Spektrum“, Mauricio Kagel stellt die Himmelsphänomene nach und Helmut Lachenmann unternimmt gar einen Ausflug ins „Nichts“. Noch weiter in die Sphäre des Un(be)greifbaren wagt sich Rebecca Saunders in „Stirrings Still“ nach Samuel Becketts gleichnamigem letzten Prosastück. Das musiktheatralische Konzept von Mauricio Kagel ist Inspiration nicht nur für die Inszenierung der „Himmelmechanik“ durch den Potsdamer Regisseur Horst Lonius, sondern auch für die Gestaltung des ganzen Abends. Die Musiker Tobias Lampelzammer, Bettina Lange und Friedemann Werzlau zeichnen als Kern des „KAPmodern“-Ensembles für das Gesamtkonzept verantwortlich. „KAPmodern“ der Kammerakademie erforscht in dieser Spielzeit die Schnittmengen aus Moderner Musik und Moderner Physik in insgesamt drei Konzerten.

Leon Botstein ist Präsident des Bard College und Musikdirektor und Chefdirigent des American Symphony Orchestra sowie Ehrendirigent des Jerusalem Symphony Orchestra. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er Autor zahlreicher Publikationen im Bereich Musik, Bildung, Geschichte und Kultur. Mit seinem Vortrag „New Spheres of Sound“ möchte Botstein Interessierte ansprechen, die einen Zugang zur neuen Musik über die sprachliche Reflexion suchen. Der Eintritt zum Konzert kostet 15 Euro, zum Vortrag ist der Eintritt frei. PNN

  • Erschienen am 15.01.2013 auf Seite 20

Umfrage

Brandenburgs Wappentier war immer rot, im neuen Landtag hängt nun jedoch ein weißes Exemplar - auf Wunsch des Architekten. Sollte der weiße Adler nun durch einen roten ersetzt werden?