• 14.01.2013

Diese WOCHE: Die Kulturredaktion der PNN empfiehlt

Einmal im Monat soll es sie geben: die „L- und Gay-Filmnächte“ im Thalia (Rudolf-Breitscheid-Straße 50). Sie richten sich an lesbische und schwule Kinogänger, aber durchaus auch an Heteros. Gemeinsam mit der „Edition Salzgeber“ aus Berlin werden ganz besondere, aktuelle Filme ausgewählt. Zum Auftakt ist am Mittwoch um 21.15 Uhr der Gay-Film „Yossi“ des israelischen Regisseurs Ohad Knoller zu sehen. Yossi ist ein erfolgreicher Kardiologe, der sich in die Arbeit flüchtet. Er schafft es nicht, den Tod seines Partners zu bewältigen, bis er auf den lebensbejahenden Tom trifft.

Raus aus dem Hamsterrad und dem Stress entfliehen, darauf setzt der Dokumentarfilm „Speed“ von Florian Opitz, der am Donnerstag um 20.30 Uhr im Filmmuseum (Marstall/Breite Straße 1a) zur Ökofilmtour gezeigt und diskutiert wird. Der Film zeigt Aussteiger, aber auch ein neues gesellschaftliches Modell zwischen Kapitalismus und Kommunismus, das der Regisseur in dem kleinen asiatischen Land Bhutan ansatzweise gefunden hat. In dem Königreich zwischen Indien und China geht es nicht um schnelles Wirtschaftswachstum, sondern per Verfassung um glückliche Menschen, die auch Zeit für Familie und Freizeit haben.

Wenn er in die Tiefen des Duden taucht, kommt er erfreut mit der Bratpfanne wieder heraus. Ein herrliches Wort. „Die Bratpfanne zeigt sich hilfreich bei der Kulturleistung, das Rohe zu überwinden“, meint Wiglaf Droste. Der Sprachakrobat ist am Donnerstag um 20 Uhr im Waschhaus (Schiffbauergasse) zu Gast und fragt sich und die Zuschauer: „Sprichst du noch, oder kommunizierst du schon?“

Die außergewöhnliche Geschichte zweier Menschen, die aneinander Halt suchen, wird in John Steinbecks Novelle „Von Mäusen und Menschen“ erzählt, die am Freitag um 19.30 Uhr am Hans Otto Theater (Reithalle) auf die Bühne kommt. Dieses Werk von berührender Zartheit führt zurück ins Amerika der1930er Jahre. Es geht um George und Lennie, zwei reisende Landarbeiter. Sie sind ein ungleiches Paar, denn Lennie ist geistig zurückgeblieben, dabei gutmütig und von entwaffnender Ehrlichkeit. George kümmert sich um seinen Freund, dem seine unbändige körperliche Kraft oft zum Verhängnis wird. Nichts wünschen sie sich sehnlicher als ein kleines Stück Land. Doch es lauert die Katastrophe.

Beschwingter geht es im Nikolaisaal (Wilhelm-Staab-Straße 10/11) zu. Die Kammerakademie Potsdam zeigt sich dort am Freitag um 20.30 Uhr einmal von einer ganz anderen Seite: Fünf Musiker um den Geiger Matthias Leupold spielen ein inszeniertes tragikomisches Tango-Programm mit Evergreens wie „El Choclo“, „Canaro en Paris“ und „La Cumparsita“, europäischer Tanzmusik sowie Werken von Kurt Weill und Astor Piazzolla.

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