• 06.10.2012

Konzert in der Friedenskirche

Das Reformationsjubiläum 2017 wird seit Langem emsig vorbereitet. Die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) will dem Thesenanschlag Martin Luthers an der Wittenberger Schlosskirche vor 500 Jahren, der Weltgeschichte machte, mit vielfältigen Veranstaltungen und Publikationen gedenken und dessen weiterführende Ideen und Impulse neu bedenken. Seit 2008 beschäftigt sich jährlich ein Thema mit Luther und der Reformation intensiv.

In diesem Jahr hat die Musik alleinige Priorität. Von allen Künsten schätzte der Reformator den Gesang und die Instrumentalmusik am meisten. Wer zu ihnen keine Lust und Liebe habe und durch solche Wunderwerke nicht bewegt werde, so Luther, der müsse „wahrlich ein grober Klotz sein“. Er dichtete und komponierte immer wieder selbst Lieder. Aber er hielt sich für keinen Künstler, sondern er schrieb sie für den Gottesdienst, für die geistliche Auseinandersetzung, für den täglichen Gebrauch. Die Musik war der Herzschlag der Reformation.

An jedem Tag dieses Schaltjahres veranstaltet die EKD gemeinsam mit Kirchengemeinden oder Konzertveranstaltern in evangelischen Kirchen ganz Deutschlands unter dem Titel „ 366+1. Kirche klingt 2012“ einen musikalischen Gottesdienst, eine Abendmusik oder ein Konzert. Damit soll auch an den großen Reichtum der protestantischen Kirchenmusik erinnert werden, die nicht nur große Komponisten-Namen von Weltrang, sondern auch unverzichtbare „kleine“ Meister aufweist.

Die 282. klingende Hommage wird am kommenden Montag in der Friedenskirche Sanssouci zu hören sein. Um das bekannte Lied „Mein schönste Zier und Kleinod“ ranken sich in dieser Abendmusik Chorsätze, Instrumentalmusik von der Barockzeit bis zur Gegenwart und Lesungen. Das vielfarbige Programm wird von Mitgliedern der Kirchenchöre Werder (Havel), Eiche, der Potsdamer Pfingstgemeinde, vom Kammermusikensemble „La Sonnerie“ sowie von einem Keyboard-Trio gestaltet. Die Leitung hat Kantor Matthias Trommer. PNN

Konzert am Montag, dem 8. Oktober, 19.30 Uhr, Friedenskirche Sanssouci, Eintritt frei

  • Erschienen am 06.10.2012 auf Seite 02

Umfrage

Brandenburgs Wappentier war immer rot, im neuen Landtag hängt nun jedoch ein weißes Exemplar - auf Wunsch des Architekten. Sollte der weiße Adler nun durch einen roten ersetzt werden?