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  • 16.04.2012

Diese WOCHE: Die Kulturredaktion der PNN empfiehlt

Ein sprachmächtig wuchtiges, bisweilen fast antik anmutendes Schauspiel bietet der Autor David Vann auch in seinem neuen Roman „Die Unermesslichkeit“, das er am heutigen Montag um 20 Uhr im Waschhaus (Schiffbauergasse) präsentiert. Er stellt die vermeintliche Idylle der Wildnis dem Menschen gegenüber: gleichgültig, düster, gewaltig und unberechenbar. Und spiegelt damit des Menschen eigene Natur und seelischen Abgründe vergrößernd wider.

In eine Illusionslandschaft entführt indes das Buch „Filmland Brandenburg“, das die Autoren Marcel Piethe und Alexander Vogel am Dienstag um 20 Uhr im Filmmuseum (Breite Straße 1A/Marstall) vorstellen. Es ist die erste Publikation über die Drehorte in der 100-jährigen brandenburgischen Filmgeschichte: eine unterhaltsame Lektüre, die auf und hinter die Kulissen schaut und dabei ein Stück Heimatgeschichte erzählt.

Mit neuen Geschichten aus dem Irrgarten der deutschen Sprache wartet Bastian Sick am Mittwoch um 20 Uhr im Nikolaisaal (Wilhelm-Staab-Straße 10/11) auf. In seinem großen Deutsch-Test-Programm „Nur aus Jux und Tolleranz“ verspricht der Autor der Buchreihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ nur Gewinner: Die einen gewinnen nach Punkten, die anderen an Erkenntnis. Sick erteilt auch nützliche Tipps, wie man zum Beispiel als Morgenmuffel „Vollwachmittel“ bekommt, wie man Tomaten verhext, um sie als „Fluch-Tomaten“ verkaufen zu können oder wie man echte Cornflakes von gefälschten Cornfakes unterscheidet.

Und noch ein Buch gilt es zu entdecken: über einen Psychopathen und passionierter Gewalttäter der Geschichte, der den Traum vom neuen Menschen im Blut der Millionen erstickte. Jörg Baberowskis „Verbrannte Erde.Stalins Herrschaft der Gewalt“ wurde im März mit dem Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Am Donnerstag um 20 Uhr ist der Autor, einer der renommiertesten Historiker des Stalinismus, im Einstein Forum (Am Neuen Markt 7) zu Gast.

Ein eindrucksvolles musikalisches Geschehen voller Dramatik und Innigkeit erwartet die Besucher des Nikolaisaals (Wilhelm Staab-Straße 10/11) am Samstag um 19 Uhr. Die Singakademie Potsdam stellt gemeinsam mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg ihre Interpretation von Mendelssohn Bartholdys „Elias“, op. 70, vor.

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