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  • 13.06.2018
  • von Lena Schneider

Kinopreis für Potsdam: Babelsberger Thalia-Kino räumt wieder ab

von Lena Schneider

Foto: Ronny Budweth

Das Medienboard Berlin-Brandenburg ehrt zum 20. Mal Brandenburgs beste Programmkinos. Das Babelsberger Thalia-Kino wird erneut ausgezeichnet.

Potsdam - Das Babelsberger Thalia-Kino wurde am heutigen Mittwochabend erneut mit einem Programmpreis des Medienboards Berlin-Brandenburgs ausgezeichnet. Das Arthouse-Kino erhielt bei der von Knut Elstermann moderierten Verleihung im Delphi Filmpalast einen der mit 15 000 Euro dotierten Hauptreise. „Das Thalia hat sich wieder mal selbst übertroffen“, befand die die fünfköpfige Jury, zu der in diesem Jahr Christin Hanses (Kinobetreiberin aus Lennestadt), Marlies Weber (Verleiherin), Anke Leweke (Filmjournalistin), Christopher Bausch (Kinobetreiber aus Aschaffenburg) und Christian Berg (Kinobeauftragter des Medienboard) gehörten.

Das Babelsberger Kino verzeichne einen Besucheranstieg von fünf Prozent, habe im Vorjahr 65 Veranstaltungen mit Gästen gestemmt und mache „einfach Arthouse-Totalprogramm“, so die Jury weiter. Zudem erfinde es gemeinsam mit dem Oberlinhaus deutschlandweit einzigartige Kinoformen, etwa das „reizarme“ Kino für Autisten und Kino mit Gebärdendolmetschern. Den Komplettumbau des Foyers habe es zusätzlich und „mal eben nebenbei“ geleistet.

„Das zeigt, dass wir nicht so sehr nachgelassen haben“

„Das zeigt, dass wir nicht so sehr nachgelassen haben“, kommentiert Thomas Bastian, der Geschäftsführer des Thalia-Kinos, den Preis. Er erhält ihn in diesem Jahr zum 20. Mal – wenn auch in der Vergangenheit nicht immer in der höchsten Dotierung. „Wenn man den Preis mal nicht bekäme, würde man sich schon fragen, was wir falsch gemacht haben“, sagt Bastian. Er erklärt sich den andauernden Erfolg auch damit, dass das Kino seit der Gründung des Programmkinopreises immer wieder neue Programme ausprobiert habe. In jüngerer Zeit sorgten laut Bastian auch kinofernere Veranstaltungen wie die Lesung mit Daniel Kehlmann für ausverkaufte Säle. „Es bewegt sich immer was bei uns“, so Bastian.

In diesem Jahr hatten sich 61 Kinos um Programmpreise beworben. An Kinos in Brandenburg wurden insgesamt 16 Preise mit Preisgeldern zwischen 2000 und 15 000 Euro vergeben, sowie drei undotierte Auszeichnungen. In diesem Jahr ebenfalls geehrt wurden der Scala Kulturpalast in Werder (kein Preisgeld), das Fontane-Kino in Brandenburg an der Havel (7500 Euro) sowie die Neuen Kammerspiele in Kleinmachnow (10 000 Euro).

 

Insgesamt vergab das Medienboard Preisgelder in Höhe von 432.500 Euro für die innovative Programmgestaltung in 48 Filmtheatern. 16 davon in Brandenburg, die anderen in Berlin. 

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