• 31.07.2012
  • von Thomas Seibert

Türkei für Intervention in Syrien: "Wir werden nicht Zuschauer bleiben"

von Thomas Seibert

Im jordanischen Flüchtlingscamp al Zaatri kommen immer mehr Flüchtlinge aus Syrien an. Die Versorgung wird zunehmend schwierig.

Ankara ist zunehmend beunruhigt über den anhaltenden Flüchtlingsstrom aus Syrien. So deutlich wie nie zuvor hat die türkische Regierung jetzt die Kriterien für einen Einmarsch in Syrien genannt.

Im Falle eines Ansturms von „hunderttausenden Flüchtlingen“ aus dem Nachbarland oder einem Einsatz von Chemiewaffen gegen die Flüchtlinge werde die Türkei „nicht Zuschauer bleiben“, sagte Außenminister Davutoglu jetzt. Eine Intervention würde demnach dem Ziel dienen, eine Schutzzone für die Flüchtlinge in Syrien zu schaffen. Die Vorbereitungen der Türken für diesen Ernstfall laufen weiter – die Armee verlegte zusätzliche Panzereinheiten an die Grenze.

Im Hintergrund steht auch die Sorge der Türkei, dass die kurdische PKK das wachsende Chaos in Syrien für ihre eigenen Zwecke ausnutzen könnte: Die Türkei werde in Syrien keine „Terror-Einrichtungen“ in rechtlosen Räumen entlang der Grenze dulden, weder von der PKK, noch von Al Kaida, sagte Davutoglu.

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