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  • 10.11.2017
  • von Rolf Brockschmidt

Aurora Humanitarian Initiative: Gelebte Dankbarkeit

von Rolf Brockschmidt

Ruben Vardanyan ist Unternehmer, Manager, Philanthrop und einer der drei Gründer der Aurora Humanitarian Initiative. Foto: Aurora Prize for Awakening Humanity

Von der Armenien-Initiative zur weltweiten Bewegung - im Gespräch mit einem der Gründer

Herr Vardanyan, welche Idee steht hinter Ihrem Spendenaufruf?
2015 habe ich mit Vartan Gregorian und Noubar Afeyan die Aurora Humanitarian Initiative (AHI) gegründet, um das Andenken der Überlebenden des armenischen Genozids zu ehren und Projekte zu unterstützen, die die Menschen würdigen, die oft unter großer Gefahr zu deren Rettern wurden. Heute hat sich das Ausmaß und die Anzahl unserer Projekte enorm vergrößert. Sinn und Zweck der Aurora Initiative ist, dass wir unseren Anteil der Verantwortung in globalen Fragen und für globale humanitäre Herausforderungen und Krisen wahrnehmen. Wir wären ohne die Hilfe unserer Unterstützer dazu nicht in der Lage.

Wie viele Spender haben Sie?
Wir haben jetzt mehr als 200 Großspender – gleichgesinnte Unterstützer, unter anderem die helfen, das Leben von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in mehr als zehn Ländern in der Welt zu ändern. Stellen Sie sich vor, wenn wir 500, 1000 oder 10 000 Spender hätten, dann würden noch mehr Kinder – von Burundi bis Brasilien – eine bessere Erziehung bekommen, mehr Flüchtlinge hätten Schutz und mehr Gemeinden hätten Zugang zu Gesundheitsversorgung.

Was ist der Unterschied bei Ihrem Spendenaufruf zu dem anderer Organisationen?
Aurora repräsentiert gelebte Dankbarkeit. Wir wollen diejenigen, die Hilfe in einer Krisensituation bekommen haben, inspirieren, ihre Dankbarkeit zu zeigen, indem sie jemand anderem eine ähnliche Unterstützung ermöglichen. Unser Weg, Danke zu sagen, ist es zu helfen, andere zu retten. Die Einzigartigkeit unseres Aufrufes besteht darin, einen Schneeballeffekt zu stimulieren, der durch unsere gemeinsame Großzügigkeit möglich wird.

Wer sind die Nutznießer dieser Spenden?
Es sind Kinder, junge Leute, Frauen und Flüchtlinge in Ruanda, Äthiopien, Kongo, Brasilien und sonst wo. Es sind normale Menschen, die in höchster Not sind.

Will Aurora eine weltweite Bewegung werden?
Ja, Auroras Mission ist es, gelebte Dankbarkeit in eine anerkannte globale humanitäre Bewegung zu verwandeln. Wir glauben, dass Dankbarkeit ein wichtiger, unterschätzter Teil des menschlichen Wertesystems ist. Wir hoffen auch, dass wir es mit zusätzlichen Spendern 2023 erreichen werden, dass Aurora eine etablierte globale humanitäre Organisation mit einem Stiftungsfonds geworden ist. Letzten Endes ist es eines unserer Hauptziele, Armenien in einen der aktivsten regionalen und internationalen humanitären Hubs zu verwandeln, eine Heimat für Hilfsorganisationen, NGOs und zwischenstaatliche Organisationen. Diese Organisationen waren in Armenien zu Beginn und am Ende des 20. Jahrhunderts vertreten, um Armeniens Not zu lindern. Nun tragen die Armenier dazu bei, die Not der Welt zu lindern.

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