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  • 26.07.2014

Möbel-Chef soll woanders landen Kritik am Güterfelder Hubschrauberlandeplatz

Stahnsdorf - Kein hoher Besuch aus der Luft: In Stahnsdorf wird Kritik an den Plänen des Möbelunternehmers Kurt Krieger laut, weiterhin mit seinem Helikopter im Naturschutzgebiet Parforceheide nahe des Güterfelder Haussees zu landen. Der langjährige Stahnsdorfer SPD-Gemeindevertreter und Träger des Brandenburger Umweltpreises, Peter Ernst, bezeichnete den Antrag gegenüber den PNN als vermessen. In jedem Fall sollte er abgelehnt werden. Auch die Stahnsdorfer Grünen warnen inzwischen eindringlich davor, dass mit der dauerhaften Privatnutzung des Landeplatzes der Fluglärm näher an die Menschen rücke.

Gerade die Güterfelder sollten sich die Pläne genau ansehen, warnte Grünen-Gemeindevertreter Thomas Michel. Der Einflugbereich für den Landeplatz liege über ihren Grundstücken. Dass es lauter werden wird, glaubt auch Peter Ernst. Das Geräusch von überfliegenden Flugzeugen werde im Ort bereits zu Recht als störend empfunden – das gelte ebenso für die Geräuschkulisse, die ein Hubschrauber verursache, erklärte der SPD-Poltiker.

Bislang sei der Platz selten und vornehmlich von der Forst und der Feuerwehr genutzt worden – um Gefahren abzuwehren. „Ein solches Privileg steht einem Firmenchef ungeachtet der Größe seiner Firma nicht zu“, so Ernst. Zudem werde übersehen, dass sich der Platz in einem Naturschutzgebiet befinde, in dem auch Menschen Ruhe finden sollen.

Ernst und auch die Grünen riefen alle Anwohner auf, sich im Stahnsdorfer Rathaus gegen die Pläne auszusprechen. Noch bis zum 8. August liegen sie dort aus. Anschließend kann jeder, dessen Belange von dem Landeplatz im Südwesten Güterfeldes berührt werden, bis Mitte August dort seine Hinweise und Bedenken an das Verkehrsministerium einreichen.

Wie berichtet will der Gründer der Möbelhauskette „Höffner“ und Teilhaber an den Unternehmen „Möbel Walther“ sowie „Möbel Kraft“, Kurt Krieger, den Stahnsdorfer Ortsteil für seine Starts und Landungen mit einem Helikopter nutzen. Ein entsprechender Antrag wird im Verkehrsministerium bearbeitet. Demnach will die Krieger Grundstück GmbH den Hubschrauber-Sonderlandeplatz für maximal 60 Flüge im Jahr an Werktagen nutzen. Von dort kann der Möbelunternehmer mit dem Wagen zum Beispiel sein Büro in Schönefeld schnell erreichen. Bereits seit drei Jahren hat er dafür eine vorübergehende Genehmigung. Sie könnte nun dauerhaft erteilt werden. tor

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