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  • 15.01.2014

Unternehmer wollen Bäke-Bike Weitere Unterstützer für Vorschlag aus Stahnsdorf

Region Teltow - Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers hat in der Wirtschaft weitere Unterstützer für seine Idee eines Radwegs entlang der freigehaltenen S-Bahn-Trasse gefunden. Der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin hat die Initiative des Bürgermeisters begrüßt, die Trasse der Friedhofsbahn vorerst als Radweg auszubauen. Der sogenannte „Bäke-Bike“ könnte Berlin-Wannsee mit Stahnsdorf und dem S-Bahnhof Teltow verbinden – bis dort eines Tages wieder die S-Bahnen rollen. Das gilt auch dem Verband als langfristiges Ziel.

Um das durchzusetzen, hat der Unternehmerverband jetzt angekündigt, den Druck auf die Landesregierung erhöhen zu wollen. Zu diesem Zweck sei die Initiativgruppe „Regionale Infrastruktur TKS“ gegründet worden. Das teilte Verbandsgeschäftsführer Steffen Heller mit. Der Gruppe gehören neben Vertretern der Wirtschaft auch die Bürgermeister von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf, die Landtagsabgeordneten der Region, der Vorsitzenden der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft KAT, der Wirtschaftsförderer und Vertreter der Industrie- und Handelskammer an.

„Die Unternehmer der Region bemerken wohl, dass die Widerstände bei der Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen vor allem in Potsdam bei der Landesregierung liegen“, sagte Heller. Ihr Anliegen sei es, sich gegenüber der Landesregierung mehr Gehör zu verschaffen. Gemeinsam wollen sie die Verweigerungshaltung der Regierung aufbrechen – mit dem Ziel, dass ihre Forderungen nach der Landtagswahl im September Eingang in den neuen Koalitionsvertrag finden.

Wie berichtet hatte das Land dem Ausbau der alten S-Bahn-Trassen in die Region Teltow zuletzt eine Absage erteilt. Der SPD–Landtagsabgeordnete Sören Kosanke hatte deshalb in den PNN für neue Argumente zum Schienenbau geworben. Demnach könnten Teltow und auch Stahnsdorf entlang der S-Bahntrasse neue Wohnungen bauen, um den Bedarf einer Bahnanbindung zu steigern.

Dieser Vorschlag wird von den Stahnsdorfer Grünen jetzt abgelehnt. „Es kann nicht der Weg sein, ein städtisches Wachstum in eine Gemeinde mit ländlicher Identität zu pflanzen“, sagte Grünen-Ortssprecher Thomas Michel. Lange habe man um den Erhalt von Freiflächen gerungen. Die Idee des Radwegebaus finden die Grünen aber gut. tor

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