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Themenschwerpunkt:

Rechtsextremismus

  • 07.10.2013
  • von Eva Schmid

Demo in Teltow: Stigmatisiert durch rassistische Aufkleber

von Eva Schmid

Eigeninitiative. Auf der Demo entfernten die Flüchtlinge Aufkleber.Foto: B. Kietzmann

Rund 80 Flüchtlinge aus Berlin und Brandenburg protestierten am Sonntag in Teltow gegen Rassismus. Am Rande der Demo wurde ihnen der Hitlergruß gezeigt.

Teltow - Mit Schildern und erhobenen Fäusten protestierten am Sonntag in Teltow Asylbewerber gegen Rassismus und für Religionsfreiheit. „Wir sind enttäuscht und traurig“, berichtet ein 30-jähriger Mann aus Pakistan, der am Sonntag beim Protestzug vom Flüchtlingsheim zum Teltower S-Bahnhof dabei war. Der Grund für die Demo waren islamfeindliche Aufkleber, die im Stadtgebiet verteilt waren. Auf denen war wie berichtet ein Schwein abgebildet und in arabischer Schrift Allah geschrieben worden.

Bereits seit über einem Monat würden die Aufkleber an Ampeln oder Laternenpfählen kleben, so Muhammed Asif Syed. Der 29-jährige Flüchtling aus Pakistan hat die Demonstration organisiert. Rund 80 Flüchtlinge aus Teltow, Berlin, Eisenhüttenstadt und Bad Belzig sowie einige Deutsche haben laut Veranstalter daran teilgenommen.


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Am Rande der Demo kam es nämlich zu mehreren Zwischenfällen. Laut Polizeisprecherin Jana Birnbaum seien drei Männer angezeigt worden, die gegenüber den Demonstranten den Hitlergruß gezeigt hatten. Auch die rassistischen Aufkleber sind der Polizei bereits bekannt. Anfang September habe ein Flüchtling bei der Polizei dagegen Anzeige erstattet. „Die Aufkleber erfüllen ganz klar den Tatbestand einer Beleidigung“, so Birnbaum. Der Staatsschutz hat den Fall übernommen, erklärte Birnbaum.

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