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  • 17.07.2010
  • von Thomas Lähns

Weiteres Geld für Breitband in Michendorf Land übergibt Bescheide an zwölf Kommunen

von Thomas Lähns

Michendorf - Alle Michendorfer werden künftig schnell im Internet surfen können. Nachdem Wilhelmshorst und Langerwisch zurzeit per Richtfunk ins Netz gebracht werden – Starttermin ist Mitte August – sollen in den kommenden zwölf Monaten Fresdorf, Stücken und Wildenbruch per Kabel erschlossen werden. Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat gestern Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von 3,75 Millionen Euro an zwölf märkische Kommunen übergeben. Die Michendorfer bekommen davon 106 000 Euro. Weitere 300 000 Euro gehen ins Amt Wiesenburg, die Gemeinde Groß Kreutz bekommt 250 000 Euro.

Bereits im vergangenen Jahr hat das Ministerium den Breitband-Ausbau im ländlichen Raum mit 2,2 Millionen Euro bezuschusst, musste kurz darauf aber den Förderstopp ausrufen – weil die Antragsflut den Rahmen gesprengt hatte. „Wir haben ihre Erwartungen geweckt und haben deshalb auch eine Verantwortung“, sagte Staatssekretär Rainer Bretschneider (SPD) gestern in Richtung der Bürgermeister. Nach Verhandlungen mit der EU steht nun wieder Geld zur Verfügung. Zurzeit würden 100 Anträge vorliegen und viele davon können wohl bewilligt werden. Auch Werder (Havel) hat einen für seine kleinen Ortsteile eingereicht, wie CDU-Stadtfraktionschef Hermann Bobka kürzlich den PNN mitteilte.

Mit dem Geld sollen die Kommunen die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke schließen, die bei den Internet-Anbietern auf den Dörfern entsteht. Denn für die lohnt es sich oft nicht, lange Kabel in Orte zu verlegen, in denen nur wenig potenzielle Kunden wohnen. Die Gemeinde Michendorf hat für den Anschluss ihrer drei Ortsteile mit der Telekom verhandelt und wird insgesamt 118 000 Euro Zuschuss zahlen müssen. Mit der Förderung aus EU-Mitteln bleiben nun noch knapp 12 000 Euro als Eigenmittel.

Zwölf Monate hat die Telekom nun Zeit, die Fresdorfer, Wildenbrucher und Stückener per Kabel ins Netz zu bringen. Zumindest in Stücken gibt es seit anderthalb Jahren eine Interimslösung: Mit dem Projekt schnell@pm wurde eine Funkantenne auf dem Feuerwehrdepot installiert, die die Internetsignale an die Haushalte sendet. Allerdings können per Kabel viermal so schnelle Verbindungen hergestellt werden. Am Ende wird sich der Kunde für einen Anbieter entscheiden müssen. In Wilhelmshorst und Nord-Langerwisch hat wiederum die Staatskanzlei eine stabile Richtfunkstrecke nach Berlin aufgebaut. Die Haushalte sind per Kabel mit dem Empfänger verbunden. Viele Lösungen für eine Gemeinde: Bürgermeisterin Cornelia Jung unterstrich, dass ohne die Beratung und Hilfe des Wirtschaftsförderers beim Landkreis all dies nicht möglich gewesen wäre. Thomas Lähns

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