Stahnsdorf - Bis zur Amtseinführung des neuen Bürgermeisters wird das Hauptamt in Stahnsdorfs Gemeindeverwaltung jetzt kommissarisch von Anja Knoppke geführt, die bislang die Abteilung Recht leitete. Zuvor war Sabine Grochla Hauptamtsleiterin. Nach PNN-Informationen wurde sie jedoch im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung vom Dienst „freigestellt“. Seit längerem soll es Klagen von Bürgern über Grochlas Auftreten gegeben haben. So haben sich Elternvertreter über einen oftmals unangemessenen Ton der Hauptamtsleiterin beschwert. Kritik kam auch von Gemeindevertretern, die seit einem Jahr von Bürgermeister Gerhard Enser (CDU) Disziplinarmaßnahmen fordern. Der Druck sei gewachsen – so einige Gemeindevertreter – nachdem Grochla auch fachliche Mängel vorgeworfen worden. Vorläufig gilt die Hauptamtsleiterin zwar als beurlaubt, nach PNN-Informationen wird sie aber die Stahnsdorfer Verwaltung verlassen.
Der neue Stahnsdorfer Bürgermeister soll am 1. Juni 2008 gewählt werden. Nach achtjähriger Amtszeit muss Bürgermeister Gerhard Enser aus Altersgründen aus dem Amt scheiden. Eine neue Kämmerin hat Stahnsdorf bereits. Die 25-jährige Kerstin Grohs tritt die Nachfolge von Gerd Malinowski an , der ebenfalls aus Altersgründen geht (PNN berichteten). Kig
Michendorf - Bei ihren Ermittlungen zum neuesten Müllskandal in Brandenburg geht die Potsdamer Staatsanwaltschaft derzeit von etwa 30 000 Kubikmetern illegal abgelagertem Abfall auf der Kiesgrube „Fresdorfer Heide“ aus. „Bislang haben wir keine Hinweise, dass es wesentlich mehr sind“, sagte Sprecher Christoph Lange gestern. In der vergangenen Woche waren auf der etwa 20 Hektar großen Kiesgrube an der Saarmunder Straße ohne Genehmigung abgekippte Gewerbe- und Siedlungsabfälle entdeckt worden (PNN berichteten). Gegen den 47-jährigen Berliner Geschäftsführer der Recyclinganlage der Firma BZR auf dem Areal des Kiessandtagebaus wird ermittelt. Aus der Anlage soll der Abfall direkt illegal in der Kiesgrube abgeladen worden sein.
Auslöser für die Durchsuchungsaktion in der vergangenen Woche war eine seit vergangenem August vorliegende Anzeige des Landesbergbauamtes. Eine „Task Force“ des Amtes hatte im Vorjahr bei Kontrollen auf acht von 85 Kiesgruben illegal verkippten Müll entdeckt und die Unterlagen an die Ermittler weitergeleitet. Unter diesen acht Gruben ist auch die jetzt näher durchsuchte „Fresdorfer Heide“. Dort wurde in den vergangenen Tagen mit schwerem Gerät in bis zu sechs Metern Tiefe gegraben. Exakte Angaben zu Umfang und Art des zutage beförderten Mülls werden in Kürze erwartet.dpa/wh
Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld wird sich deutlich verzögern. Sollte das Ihrer Meinung nach personelle Konsquenzen haben?