26.04.2017, 10°C
  • 29.05.2009

10 Millionen für Entwicklung ehemaliger Militärflächen

Beelitz - Zehn Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket sollen ehemaligen Militärflächen in Brandenburg zugute kommen. Das kündigte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) gestern in Beelitz-Heilstätten an. Im ehemaligen Badehaus der historischen Lungenheilanstalt fand die Auftaktveranstaltung zum „Konversionssommer 2009“ statt. Bis Oktober wird es in vielen Städten und Gemeinden der Mark Vorträge, Ausstellungen und Diskussionen zu früheren Standorten von Roter Armee, NVA und Bundeswehr sowie deren Nachnutzung geben.

In Beelitz-Heilstätten befand sich bis 1994 das größte Lazarett der Roten Armee außerhalb der Sowjetunion. Angelegt wurden die Heilstätten bereits Ende des 19. Jahrhunderts als Behandlungs- und Erholungsort für Tuberkulosekranke. Vor gut einem Jahr hat der hier lebende Architekt Torsten Schmitz mit seiner Terra-Projektentwicklungsgesellschaft 75 Hektar und damit den größten Teil des Areals übernommen. In den nächsten Jahren sollen auf Brandenburgs größtem Flächendenkmal Forschung, Gesundheitswesen, Tourismus und Kultur angesiedelt werden. Das Badehaus zum Beispiel soll zum Museum werden, in dem Kunstsammler aus aller Welt ihre Sammlungen ausstellen können.

Von den rund 100 000 Hektar, die nach dem Abzug der Sowjets vor 15 Jahren in Brandenburg an das Land übertragen worden waren, seien mittlerweile 89 Prozent in eine zivile Nutzung überführt worden, sagte der Minister. Belege für eine erfolgreiche Konversion seien die auf den einstigen militärischen Arealen errichteten Technologiezentren mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen, Behördenzentren, Hochschulen und preisgünstigem Wohnraum. Boden gutgemacht habe man auch durch die Sanierung von Boden und Trinkwasser sowie durch die Ausstattung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten mit munitionsberäumten Wegen zum Radfahren und Wandern. Im Moment sei die Nutzung ehemaliger Militärflächen für die Erzeugung erneuerbarer Energien ein Thema. lä

Social Media

Umfrage

Sollten die Mund-Pissoirs in einem neuen Potsdamer Club abgerissen werden? Stimmen Sie ab!