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Werder

  • 09.08.2018
  • von Sarah Stoffers

Werder: Bootsmesse in den Havelauen

von Sarah Stoffers

Branchenkenner. Catina Burchardi und Daniel Barkowski haben viel vor. Foto: A. Klaer

Im Stichkanal von Werder (Havel) findet im September erstmals die Messe „Boot & Fun Inwater“ statt Yacht- und Wassersportdienstleister vor Ort hoffen, dadurch den Standort bekannter zu machen.

Werder (Havel) - Der Yachthafen „Marina Havelauen“ im Stichkanal von Werder (Havel) soll bald zum Ankerpunkt für die Welt des Wassersports werden. Zumindest, wenn es nach Daniel Barkowski geht. Er ist Projektleiter der Branchenmesse „Boot & Fun Berlin“, die seit 2001 in der Hauptstadt stattfindet. Zum allerersten Mal wird im September unter dem Namen „Boot & Fun Inwater“ ein Pendant an der Anlegestelle in Werder (Havel) stattfinden. In den kommenden Jahren soll sich die Messe in den Havelauen etablieren und internationale Bootfans und Branchenkenner in die Region locken. Gemeinsam mit „Werder Maritim“, einem Interessenverband von Yacht- und Wassersportdienstleistern aus der Region, hat Barkowski die Messe in die Stadt geholt. „Wenn man sieht, was es für eine hohe Kompetenz in Werder gibt, ist der Wassersport hier genau am richtigen Ort“, so Barkowski.

Im Vordergrund der neuen Messe sollen Boote und Yachten von renommierten Herstellern wie Prestige, Marex, Bavaria, Greenline oder Jeanneau stehen sowie Hausboote, Anglerboote, Flöße oder auch Wakeboards. Es werden sowohl Boote für die Binnenschifffahrt präsentiert als auch hochseetaugliche, mit denen in den Küstengewässern der großen Meere und Ozeane geschippert werden kann. Das Besondere: Alle Boote werden „Inwater“, also im Wasser präsentiert. Rund 70 bis 80 Aussteller werden erwartet. Die Besucher haben die Möglichkeit, die Boote zu besichtigen und sich einen Überblick über die verschiedenen Modelle und Ausstattungen zu verschaffen. Auch einen Street-Food-Market mit regionalen Angeboten soll es geben.

Die Messe diene auch dazu, den Standort und das vorhandene Know-how bekannter zu machen, erklärt Catina Burchardi von der Geschäftsleitung von „aqua marin Boote & Yachten“, einem renommierten Yachthandel, der seit 2004 in Werder seinen Sitz hat. Die Räume des Händlers liegen direkt an der „Marina Havelauen“. Eine Fünf-Sterne-Marina, die ihr Vater Armin Burchardi (Junior) langsam aufgebaut hat, nachdem er das Hafengelände 2004 gekauft hatte.

Die Marina bietet alles rund um den Yachtservice an. Von der Reinigung und Bootspflege bis hin zu umfassenden Umbau- und Wartungsarbeiten. Auch viele andere Firmen aus der Branche haben sich in den Havelauen niedergelassen. „Wir haben hier diese enorme Ballung von Kollegen aus dem Wassersportbereich“, erklärt Catina Burchardi. Es gebe Händler für Yachten oder Zubehör, Charterfirmen, bis hin zu Firmen für die Verdecke und Bootsplanen oder die für das äußere Design der Boote zuständig sind.

Dass die Branche boomt, sieht man im Hafen der „Marina Havelauen“. Die mehr als 210 Liegeplätze sind alle ausgebucht. „Morgens beim Frühstück sehe ich oft schon 50 Boote entlangfahren“, erzählt Burchardi, die in den Havelauen wohnt.

Sie kann sich noch daran erinnern wie es war, als ihr Vater den Stichkanal gekauft hat. Damals sei die Spundwand schon dagewesen. Aber noch keine Brücke oder Anlegestellen, keine Tankstelle, Straßen oder Häuser. Mittlerweile gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Apotheken und Kitas. Ende vergangenen Jahres lebten schon 2213 Menschen in den Havelauen. „Es ist richtig schön geworden und die Promenade lädt abends zum Flanieren ein“, sagt Burchardi. Der Hafen sei dabei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Unsere Kunden gehen hier essen und einkaufen oder auch mal in die Apotheke.“

Um den Wassersport vor Ort noch mehr publik zu machen, haben die Werderaner Marinas, Händler, Fachbetriebe, Ausrüstungsspezialisten und Charterfirmen den Interessenverband „Werder Maritim“ gegründet. Dabei arbeiten sie eng mit „Boot & Fun Berlin“ zusammen. Armin Burchardi ist der erste Vorsitzende, Daniel Barkowski der zweite.

„Es geht auch darum, dass wir hier miteinander arbeiten wollen und nicht gegeneinander“, so Barkowski. Mehr und mehr Menschen würden sich für Wassersport und Boote interessieren. Werder sei ideal, um sich zu einem Zentrum für die Branche zu entwickeln. Dank der nahen Autobahn sei der Transport der Boote kein Problem und die Stadt per Auto oder Bahn gut zu erreichen. Vom Hafen aus können die Boote auf den schönen Zernsee oder sogar direkt bis an die Ostsee schippern. „Viele entdecken das gerade für sich. Und wenn man einmal mit einem Boot gefahren ist, lässt einen das nicht mehr los“, so Barkowski. Sarah Stoffers

Die „Boot & Fun Inwater“ läuft vom 7. bis 9. September, von 10 bis 18 Uhr an der „Marina Havelauen“.

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