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Stahnsdorf

  • 03.07.2018
  • von Julia Frese

Finanzausschuss lehnt Kaufangebot ab: Gemeinde behält Villa Pardemann

von Julia Frese

Ein Haus in der Warteschleife. Die Villa Pardemann soll in Gemeindehand bleiben. Wofür sie genutzt werden soll, ist aber nach wie vor unklar. Foto: Andreas Klaer

Die lange Hängepartie um den verkauf der Villa Pardemann ist vorerst beendet. Die Gemeinde hat den Verkauf des Grundstückes an einen Interessenten abgelehnt und bleibt damit selbst Eigentümerin.

Stahnsdorf - Die Villa Pardemann in der Ruhlsdorfer Straße 1 bleibt Gemeindeeigentum. Bereits am 12. Juni hatte der Finanzausschuss entschieden, das Grundstück nicht zu verkaufen. Auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde diese Entscheidung nun offiziell verkündet. Der Finanzausschuss habe den Verkauf ablehnen dürfen, da das Grundstück bislang nicht mit einer Wertangabe im Gemeindehaushalt veranschlagt sei, heißt es in der Informationsvorlage für die Gemeindevertreter. Anfang März hatte ein Privatinvestor der Gemeinde einen Kaufantrag für das Grundstück vorgelegt. Der Interessent hatte zuvor im Gespräch mit den PNN angekündigt, das Gebäude für eine betreute Senioren-Wohngemeinschaft nutzen zu wollen.

Was die Gemeinde mit dem Grundstück und der historischen Villa vorhat, ist hingegen weiterhin unklar. Laut Peter Weiß (CDU), dem Vorsitzenden des Finanzausschusses, gebe es Pläne, Gebäude und Grundstück zusammen mit einem Areal an der Wilhelm-Külz-Straße an die Wohnungsgesellschaft Stahnsdorf zu übertragen. In diesem Fall würde die Villa erhalten und als Wohnraum saniert werden, so Weiß. Laut Gemeindesprecher Stephan Reitzig bestehen derzeit allerdings überhaupt keine konkreten Pläne für den weiteren Umgang mit Villa und Grundstück. Auch ob das Thema auf der Tagesordnung der kommenden Gemeindevertretersitzung stehen werde, sei derzeit noch unklar.

Für die Nutzung der alten Villa hatten sich in den vergangenen zwei Jahren mehrere Interessenten angemeldet. Die Künstlergruppe Artevent hatte sich dafür stark gemacht, dass die Gemeinde das Haus für Kulturveranstaltungen zur Verfügung stelle. Auch der Landkreis Potsdam-Mittelmark hatte beabsichtigt, Villa und Grundstück zu kaufen, um die Kreisvolkshochschule dort einziehen zu lassen. Ein Gutachten hatte jedoch zu hohe Sanierungskosten ergeben, sodass der Kreis das Gebäude hätte abreißen und einen Neubau errichten müssen. Die Gemeinde zog daraufhin ihr Verkaufsangebot zurück.

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