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Schwielowsee

  • 09.05.2018
  • von Eva Schmid

Schwielowsee: Im Kleinen ganz groß

von Eva Schmid

Foto: Einstein Meeting Center

Im Fercher Einstein Meeting Center wurde ein Netzwerk zur Nanotechnologie gegründet.

Ferch - Es sind kleinste Teilchen, die die Medizin revolutionieren sollen: Mit Hilfe von Nanotechnologie könnten Gehirntumore besser bekämpft werden und viele Medikamente schneller wirken. Um derartige Vorhaben voranzubringen, hat sich am Montag im sogenannten Fercher Einstein Meeting Centrum das Pharma- Nano-Netzwerk Berlin Brandenburg gegründet. Damit soll künftig die Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und der Pharmazie-Industrie verbessert werden.

Zu der Auftaktveranstaltung an den Schwielowsee kamen unter anderem der Berliner Staatssekretär Henner Bunde aus der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU), Vertreter der Universität Potsdam und der Freien Universität Berlin (FU) sowie der Fraunhofer-Gesellschaft und des Max-Planck-Instituts.

Netzwerk-Gründer Rainer Müller, Professor für Nanotechnologie an der FU Berlin und in Ferch lebend, lud zudem Führungskräfte von Firmen wie Bayer, B. Braun, Berlin-Chemie/Menarini, Pfizer und Klosterfrau mit in die Runde. Zwei Tage, von Sonntag bis Montag, dauerte das erste Treffen, in der es laut Müller vorerst um die Struktur innerhalb des Netzwerkes und um den Austausch ging. Rund 30 Teilnehmer kamen zu dem ersten Netzwerktreffen. Erste Überlegungen an der Uni Potsdam, einen Studienzweig für Angewandte Pharmazie zu etbalieren, gab es bereits. Das Netzwerk will damit nun auf die Politik zugehen, so Müller.

Vertreter der Stadt Potsdam und des Landkreises Potsdam-Mittelmark, die wie berichtet eine gemeinsame Kampagne mit dem Namen „Mehr Zukunft“ zur Stärkung der Gesundheitswirtschaft ins Leben gerufen haben, seien indes nicht eingeladen worden. Dabei geht es ihnen wie auch Müller darum, in die Region mehr Fachkräfte aus der Gesundheits- und Pharmaziebranche zu bringen.

Müller hatte die Modernisierung des neuen Konferenzzentrums auf dem Gelände der Ferienanlage Paradies Schwielowsee, Neue Scheune 5, erst wenige Tage zuvor fertiggestellt. Müller, der seit 2009 mit seiner Frau in Ferch lebt, hatte die Ferienanlage vor wenigen Jahren von den Berliner Gaswerken gekauft. Neben dem Konferenzzentrum verfügt die Anlage über neun Bungalows und 34 Betten. Auf dem Grundstück am Schwielowsee befand sich ab 1915 das Restaurant Landhaus, danach war es Ferienlager des VEB Energiekombinat Ost. es

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