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Teltow

  • 16.03.2018
  • von Solveig Schuster

Teltow: Zur kulinarischen Weltreise ins Kino

von Solveig Schuster

Foto: Solveig Schuster

Neuer Pächter von Teltows Diana will kinderfreundlicher werden und das Menü im Restaurant erweitern.

Teltow - Vor vier Jahren hatte der Berliner Investor André Franell Teltows Lichtspielhaus Diana gekauft und es zu einem Landhotel mit Restaurant und Veranstaltungssaal umgebaut. Nachdem die Geschäfte in dem Eventlokal angelaufen sind, übergab der 46-Jährige nun einem neuen Mann das Geschäft. Der Berliner Gastronom Ali Erdogan hat das denkmalgeschützte Haus gepachtet und will es gemeinsam mit seiner Frau, Isabel Pastor Batalla, noch stärker in Teltow etablieren. Vor allem im Restaurant werde es Veränderungen geben.

Einmal im Monat will der Lokalchef seine Gäste in eine andere Welt entführen. Am Samstag geht es auf nach Spanien. Zum Preis von 25,50 Euro können sich Erdogans Gäste ab 19 Uhr an einem landestypischen Spezialitätenbufett bedienen. In der Folge wird es an einem Donnerstag im Monat meist in fernere Länder gehen, sagt der 39-Jährige. „Ich hoffe, dass dies eine schöne Abwechslung für die Teltower sein wird.“

Der Charlottenburger mit kurdischen Wurzeln betreibt bereits fünf weitere Lokale in Berlin, vier Snap-Burger-Restaurants sowie die BASF-Kantine in Friedrichshain. Keine Kantine, in der man ein Tablett entlang der Theke schiebt, sondern eine mit Stil, sagt er. Auch das Restaurant im Diana soll weiterhin eines für den gehobenen Anspruch sein.

Erdogan will neue Akzente setzen, vor allem zeigen, das deutsche Küche mehr als nur Haxe und Eisbein ist. Jeden Monat gäbe es ein neues unkonventionelles Produkt, wie etwa Dianas schwarzer Perle - ein schwarz gefärbtes Burger-Brötchen, in dem ein Lachsgericht verarbeitet ist. Zudem wird das Restaurant ab der kommenden Woche nicht wie bisher um 16 Uhr, sondern bereits ab 10 Uhr öffnen und sowohl Frühstück als auch Lunch anbieten. Sobald es wärmer wird bewirtet Erdogan seine Gäste zudem im Biergarten und steht vor ihnen am Grill.

Das Leben soll mehr draußen als in den eigenen vier Wänden stattfinden, meint er. Als Vater zweier kleiner Kinder wisse er, wie schwierig das gerade für Familien ist. „Kleine Kinder werden beim Essen schnell unruhig.“ Das Restaurant soll optisch noch etwas familiärer gestaltet werden, zudem soll es drinnen wie draußen einen großzügigen Kinderspielbereich mit Sandkasten geben. Auch das Kinder-Kinoprogramm werde ausgebaut, ohne die neu etablierte Veranstaltungsreihe des neu gegründeten Kulturvereins zu stören (PNN berichteten). „Es gibt tolle Events in diesem Jahr“, schwärmt Erdogan. „Wo wir können, werden wir den Kulturklub unterstützen“, sagt er. Das 14-köpfige Hotelteam habe er komplett übernommen, bis zum Jahresende soll es um bis zu sechs Mitarbeiter wachsen.

Der Berliner Kaufmann André Franell hatte zuvor nach eigenen Angaben mehr als 4,5 Millionen Euro in die Sanierung des denkmalgeschützten Kinos investiert. „Die Anfangseuphorie war super“, erklärt Franell. Zuletzt habe es aber an Beständigkeit gefehlt. Der Grund für seinen Rückzug sei das aber nicht. „Ich war nie Gastronom und werde es nie sein“, sagt der Kaufmann, der sich nun neuen Bauprojekten zuwenden will. Das Diana bleibt zunächst in seinem Besitz. Finde sich ein Interessent, sei aber auch ein Verkauf denkbar.

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