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Werder

  • 26.02.2018
  • von Enrico Bellin

Stadt will höheres Budget für Spiel- und Bolzplätze: Mehr Geld für den Sport in Werder

von Enrico Bellin

Werder (Havel) - Sportgeräte für Menschen jeden Alters, an denen man beim Spaziergang im Wald trainieren kann: In den kommenden Wochen soll ein Konzept für eine neue Nutzung des Werderaner Stadtwaldes vorgestellt werden, wie der 1. Beigeordnete Christian Große (CDU) kürzlich im Werderaner Bauausschuss sagte. Die Europäische Sporthochschule entwickele dazu gerade ein Konzept, ein entsprechender Antrag der CDU-Fraktion zur Umnutzung des Stadtparkes wurde im vergangenen Jahr beschlossen.

Die Linke-Fraktion fordert in einem Antrag zusätzliche Gelder für Sportplätze im kommenden Haushalt. „Für die Generation der über 40-Jährigen haben wir als staatlich anerkannter Erholungsort bisher kein Angebot“, begründet Fraktionsmitglied Gunter Schinke den Antrag. Auch für Jugendliche gebe es noch zu wenig Betätigungsfelder. Mit konkreten finanziellen Forderungen hat die Fraktion den Antrag jedoch nicht hinterlegt.

Dem SPD-Abgeordneten Joachim Lindicke zufolge fehlen besonders im Wohngebiet am Werderpark auch Möglichkeiten für Jugendliche, sich zu betätigen. Derzeit gibt es für Teenager in der Stadt mit 26 000 Einwohnern hauptsächlich eine Skate-Anlage im Stadtwald sowie einen Bolz- und Beachvolleyballplatz in den Havelauen.

Bauamtsleiter Ralf Schwarzer zufolge soll das Hauptaugenmerk im Spielplatzbereich auf dem großen Platz an der Jugendhöhe liegen, der umgestaltet werden soll. Dort seien auch Geräte für das Training älterer Menschen geplant. Die genauen Pläne sollen in einer der nächsten Sitzungen des Bauausschusses vorgestellt werden. Schwarzer betonte, dass die Stadt laut Haushaltsentwurf künftig jährlich 200 000 Euro im Jahr für Spielplätze ausgeben will, doppelt so viel wie bisher. Der Haushalt 2018/19 soll im Frühjahr beschlossen werden.

Im Stadtgebiet von Werder gibt es aktuell etwa 30 Spielplätze. Schwarzer zufolge können mit dem neuen Budget zwei bis drei Plätze pro Jahr modernisiert werden. Damit wäre die Stadt in etwa zehn Jahren durch, müsste dann wohl aber wieder von vorn beginnen. „Wir wollen mit diesem Budget eine vernünftige Rotation hinbekommen“, erklärt der Bauamtsleiter. 

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