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Werder

  • 23.02.2018
  • von Enrico Bellin

Verhandlungen zu Parkhaus stocken : Werder (Havel) bekommt Nextbike-Stationen

von Enrico Bellin

Foto: Arne Dedert/dpa

Werder (Havel) - Der Bau eines zweiten Parkhauses am Werderaner Bahnhof gestaltet sich schwierig. Wie der 1. Beigeordnete Christian Große (CDU) am Mittwochabend im Bauausschuss der Stadt sagte, verlaufen die Verhandlungen zum Kauf des nötigen Grundstücks mit der Erbengemeinschaft schwierig. „Wir wollen das zweite Parkhaus. Es ist aber noch unklar, ob und wie wir an das Grundstück kommen“, so der Beigeordnete.

Wie berichtet will die Verwaltung nördlich der Bahngleise ein weiteres Parkhaus bauen, da die derzeitigen Parkplätze und das vorhandene Parkhaus tagsüber meist voll belegt sind. Eine Förderfähigkeit durch das Land wurde der Stadt bereits bestätigt. Förderanträge können aber erst gestellt und die genaue Planung begonnen werden, wenn der Stadt das Grundstück gehört, so Bauamtsleiter Ralf Schwarzer. Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Kreilinger indes schlug vor, dass die Stadt schon einmal grundsätzliche Planungen anstrebt, um dann bei erfolgtem Verkauf schnell handeln zu können. Diese Option oder die eines Flächentausches mit den Eigentümern, um an das Grundstück am Bahnhof zu kommen, wurde im nichtöffentlichen Teil der Sitzung weiter besprochen.

Indes wurde in der Sitzung bekannt, dass am Werderaner Bahnhof eine von drei Stationen des Fahrradverleihers Nextbike entstehen soll, die anderen sollen auf der Insel und am Lindowschen Haus gegenüber dem Plantagenplatz entstehen, der zentralen Bushaltestelle der Stadt. Die Stationen mit jeweils fünf Fahrrädern sollen Christian Große zufolge wahrscheinlich Ende September fertig sein. Die Stadt zahlt dafür pro Station 10 000 Euro an das Leipziger Unternehmen, welches auch schon in Potsdam und Schwielowsee aktiv ist. Die entliehenen Räder können unabhängig vom Startort in den Kommunen zurückgegeben werden.

Anträge der Linke-Fraktion, mehr Mittel für Fahrradleihstationen auszugeben und mehr Fahrradständer am Bahnhof zu bauen, wurden indes mehrheitlich nicht zur Umsetzung empfohlen. Bauamtsleiter Schwarzer zufolge können man wegen Platzmangels am Bahnhof und den möglichen Umbauten, falls dort wie berichtet ein weiterer Tunnel für Fußgänger und Radfahrer entsteht, derzeit keine neuen Anlagen planen. Die fünf Nextbike-Räder seien zwar unterzubringen, die Stadt plane Stellplätze aber in anderen Dimensionen. Zudem wies Schwarzer darauf hin, dass beim barrierefreien Umbau von Bushaltestellen in den kommenden Jahren immer auch Fahrradständer daneben gebaut würden. Im Haushalt 2018/19 sind 220 000 Euro für solche Maßnahmen vorgesehen.

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