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Schwielowsee

  • 02.02.2018
  • von Enrico Bellin

Sanierung wird zwei Millionen Euro teurer: Schwielowsee kauft Schulcontainer

von Enrico Bellin

Bis zu achteinhalb Millionen Euro will die Gemeinde Schwielowsee für die Erneuerung der Geltower Meusebach-Grundschule ausgeben. Das sind zwei Millionen Euro mehr als bisher eingeplant sind.

Schwielowsee - Bis zu achteinhalb Millionen Euro will die Gemeinde Schwielowsee für die Erneuerung der Geltower Meusebach-Grundschule ausgeben. Das sind zwei Millionen Euro mehr als bisher eingeplant sind. Eine entsprechende Vorlage der Verwaltung wurde am Mittwochabend in einer gemeinsamen Sitzung der Gemeindevertretung, ihrer Ausschüsse sowie der Ortsbeiräte diskutiert.

Demnach entstehen die Mehrkosten, weil Container gekauft anstatt gemietet werden sollen. In den Containern sollen Schüler während der Bauzeit unterrichtet werden. Durch den Ankauf der Container erhalte die Gemeinde mehr Spielraum: Wie berichtet soll noch in diesem Jahr untersucht werden, in welcher Form die Grundschule in Caputh erweitert werden kann. Nach dem Bauende in Geltow – die Arbeiten für ein neues Schulhaus und die Sanierung des bestehenden Hauses sollen zwei Jahre dauern – könnten die Container dann laut Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) gleich nach Caputh versetzt werden, wenn die dortige Schule umgebaut wird. In den 8,5 Millionen Euro, die jetzt maximal für den Geltower Schulbau ausgegeben werden dürfen, ist Hoppe zufolge bereits ein Puffer für eventuelle Kostensteigerungen enthalten. Der Haushalt soll am 28. Februar beschlossen werden.

Die Gemeinde Schwielowsee hat wie berichtet im vergangenen Jahr die Aufnahme eines Kredites für die Schulsanierung beschlossen. Vor wenigen Wochen kam zudem die Zusage des Landes, das Schulprojekt mit gut drei Millionen Euro zu fördern. Die Geltower Grundschule besuchen derzeit 170 Schüler, 145 von ihnen besuchen auch den Hort. Aus Platznot muss die Hortbetreuung aber oft in den Klassenräumen stattfinden. Das soll sich durch den Neubau ändern.

Mit den Schulausbauten will sich die Gemeinde auf absehbar wachsende Schülerzahlen einstellen: Ein Anbau an die Kita in Ferch und eine neue Kita bei der Bundeswehr in Geltow sind geplant – denn mehr Kita-Kinder jetzt bedeuten auch mehr Schulkinder in der Zukunft.

Auch bei der lange gewünschten zweiten Kindertagesstätte in Caputh gehen die Planungen voran, wie Hoppe mitteilte. Demnach hat die Diakonie signalisiert, als freier Träger eine Tagesstätte auf ihrem Gelände hinter der Kirche errichten zu wollen. Die Details zu Größe und möglichem Zeitpunkt sollen im Frühjahr diskutiert werden.

Durch die Neubauten von Kitas und vor allem der Schule wird die Gemeinde in diesem Jahr wahrscheinlich erstmals seit Jahren mehr Geld ausgeben als einnehmen. 22,5 Millionen Euro Ausgaben sind geplant. 1,46 Millionen Euro müssen den Rücklagen der Gemeinde entnommen werden, die dadurch auf gut vier Millionen Euro sinken. Da sich die Kosten für den Schulbau auf mehrere Jahre verteilen, soll die Rücklage bis 2021 sogar auf 1,9 Millionen Euro sinken. Allerdings ist der Kämmerin zufolge noch unklar, wie hoch Nachzahlungen aus dem kommunalen Finanzausgleich der Länder ausfallen. Sie seien derzeit noch nicht eingeplant. Das Defizit könne sich also noch erheblich verringern.

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