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Themenschwerpunkt:

Michendorf

  • 25.01.2018
  • von Julia Frese und Eva Schmid

Staatsanwalt: Kontodaten sind analysiert: Bericht zu SRS-Betrug fast fertig

von Julia Frese und Eva Schmid

Michendorf - Es soll Licht in dunkle Geschäfte kommen: Die von der Gemeinde Michendorf beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ACCO hat am Dienstagabend in einer nicht-öffentlichen Sitzung den Entwurf ihres Abschlussberichtes vorgelegt. Es geht dabei um die Aufklärung eines mutmaßlichen Millionenbetrugs an der Stadt.

Michendorf wurde wie berichtet von dem Geschäftsführer der SRS Hausverwaltung um rund eineinhalb Millionen Euro betrogen. Das Unternehmen hatte bis zum Sommer 2016 mehr als 80 private und kommunale Wohnungen verwaltet. Der kaufmännische Geschäftsführer der SRS soll zwischen 2009 und 2016 die Treuhandkonten der Kunden geplündert haben. Im Oktober 2016 wurde das Insolvenzverfahren eingeleitet, nachdem die Unterschlagungen öffentlich geworden waren und der Geschäftsbetrieb nicht weitergeführt werden konnte.

Der Fall landete bei der Potsdamer Staatsanwaltschaft, die inzwischen alle Kontodaten analysiert hat und gegen den Geschäftsführer wegen Untreue ermittelt. Parallel dazu wollte die Gemeinde das Thema auch selbst aufarbeiten. Dafür wurde im Frühjahr 2017 eine Arbeitsgruppe gegründet. Laut dessen Vorsitzenden Gerd Sommerlatte (FBL/UWG) sei es in der Sitzung am Dienstag darum gegangen, Vorschläge zu dem Bericht beizusteuern. Man wolle sicherstellen, wie sich Betrugsfälle in der Gemeinde künftig vermeiden lassen, so Sommerlatte. Für den Vorsitzenden der AG habe die Gemeindevertretung nicht ausreichend kritisch nachgefragt. Dies soll in Zukunft vermieden werden. Bei dem Termin am Dienstag stellte sich auch ein Anwalt den Gemeindevertretern vor, den die Kommune mit der Durchsetzung ihrer Schadensersatzforderungen beauftragt hatte.juf/es

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