• 27.01.2004

„Bausteine zur Geschichte“ im Jahrbuch Archäologie In Jüterbog älteste Mühle Brandenburgs entdeckt

Ausgrabungen von der Stein- bis zur Neuzeit dokumentiert das neue Jahrbuch „Archäologie in Berlin und Brandenburg 2002“. Damit liege der neunte Band der Reihe vor, in der Berliner und Brandenburger Archäologen die Öffentlichkeit seit 1995 an ihrer Arbeit teilhaben lassen, sagte Eike Gringmuth-Dallmer, Vorsitzender der Archäologischen Gesellschaft in Berlin und Brandenburg am Mittwoch in der Bundeshauptstadt. Der größte Teil der Fundstellen befinde sich in Brandenburg, nur ein Zehntel der im Buch vorgestellten Ausgrabungen sei auf Berliner Gebiet vorgenommen worden, sagte Karin Wagner vom Landsdenkmalamt Berlin. Eines der bedeutendsten Projekte der Hauptstadt sei eine archäologische Stadtteilkarte vom Gelände des Staatsratsgarten. Auf dieser ist die Bebauung aus der Zeit des 30-jährigen Kriegs zu erkennen. Ferner geht es um die Sanierung der mittelalterlichen Stadtmauer zwischen Waisenstraße und Littenstraße. Ziel der Archäologen sei es, „Bausteine zur Geschichte zu finden und zu erhalten“. In Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming wurde die älteste Mühle Brandenburgs entdeckt. Durch eine Untersuchung von Holzproben konnte ihre Entstehung sehr genau - auf die 80er Jahre des 12. Jahrhunderts – datiert werden, sagte Landesarchäologe Jürgen Kunow. Die ältesten Funde sind keramische Scherben aus Prenzlau. Sie wurden nach Angaben der Archäologen vor 7000 Jahren gebrannt. dpa „Archäologie in Berlin und Brandenburg 2002“ ist demnächst im Buchhandel erhältlich. Das 180-seitige Buch mit 146 Abbildungen, Übersichtskarte und Zeittafel ist im Theiss Verlag erschienen (ISBN 3 8062 1875 7). Das Buch kostet 26,50 Euro.

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