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Werder

  • 14.12.2017
  • von Julia Frese

Heimatverein stellt Jubiläumsband vor: Neues aus 700 Jahren Werder

von Julia Frese

Großes Kino. Der Lindenpalast in Werder (Havel) im Jahr 1926.Foto: Stadt Werder

Aus dem neuen Band der „Heimatgeschichtlichen Beiträge“ erfahren auch gebürtige Werderaner noch einiges über ihre Heimat, was sie nicht wussten.

Werder (Havel) - Was in alten Kirchenbüchern steht, wie die Bismarckhöhe wiederbelebt wurde und welche Wirkung Luthers Wittenberger Thesenanschlag in der Blütenstadt entfaltete: Aus dem neuen Band der „Heimatgeschichtlichen Beiträge“ erfahren auch gebürtige Werderaner noch einiges über ihre Heimat, was sie nicht wussten. Der Heimatverein Werder (Havel) und Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) stellten das Werk am Dienstag vor. Anlässlich der 700-Jahr-Feier Werders ist das Buch mit 144 Seiten diesmal doppelt so dick wie sonst.

Zu den Beiträgen gehört etwa einer von der Historikerin Susanne Marok. Marok, die in der Vergangenheit unter anderem für die Potsdamer Geschichtswerkstatt arbeitete, rekonstruiert darin die Historie der Werderaner Kinolandschaft. Nachdem Anfang des 20. Jahrhunderts zunächst ein Wanderkino im Schützenhaus gastiert hatte, entstanden in der Blütenstadt schon bald die ersten festen Lichtspielhäuser. Lange vor der Eröffnung des heutigen Scala-Kulturpalasts war der Linden-Palast ab 1926 fast 15 Jahre lang eins der größten und modernsten Lichtspieltheater in der Region.

„Höhen und Tiefen unserer Stadtgeschichte waren im Festumzug zu sehen, in dieser Ausgabe geht es darum, wie die Geschichte Werder verändert hat“

Auf den ersten 16 Seiten des Heimatgeschichtsbands geht es jedoch zunächst um ein viel aktuelleres Ereignis: den historischen Festumzug, mit dem die Stadt am 16. Juli ihr Jubiläum feierte. Am Beispiel zweier Umzugsgruppen beschreiben die Autoren dort, wie die Vorbereitungen auf den Umzug abliefen. „Höhen und Tiefen unserer Stadtgeschichte waren im Festumzug zu sehen, und auch in dieser Doppelausgabe geht es darum, wie die Geschichte Werder verändert hat“, erklärt Bürgermeisterin Saß.

Der Werderaner Heimatverein stellt die heimatgeschichtlichen Beiträge seit 1982 jährlich mit verschiedenen Autoren zusammen, der Druck wird von der Stadt bezuschusst. „Für mich ist es immer wieder überraschend, was jedes Mal an Inhalten zusammenkommt“, so Ortschronist Baldur Martin, der Herausgeber der Broschüren ist. Baldur Martin selbst leistet seinen heimatgeschichtlichen Beitrag zu dem aktuellen Band mit einem Porträt der Werderaner Künstlerin Irina Feodora.

Die diesjährige Doppelausgabe ist in einer Auflage von 300 Exemplaren erschienen. Erhältlich sind die „Heimatgeschichtlichen Beiträge“ in der Tourist Information, Kirchstraße 6/7, in der Buchhandlung Hellmich, Brandenburger Straße 161, und im Kartenhaus im Werderpark, Auf dem Strengfeld 6. Frühere Exemplare können beim Vorsitzenden des Heimatvereins, Klaus Froh, per E-Mail angefragt werden: dr.froh@web.de 

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