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Schwielowsee

  • 09.09.2017
  • von Julia Frese

Schwielowsee: Taxifahrer rettet Seniorin vor Betrug

von Julia Frese

Gleich mehrfach forderte ein vermeintlicher Professor telefonisch Geld von einer 75-jährigen Geltowerin. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Von einer 75-jährigen Geltowerin forderte ein vermeintlicher Professor telefonisch mehrfach 1000 Euro. Ein Taxifahrer aber wurde aufmerksam und rettete die Seniorin vor einem erneuten Betrug.

Schwielowsee - Eine 75-jährige Geltowerin ist von einem Taxifahrer davor bewahrt worden, mehrere Tausend Euro an einen Betrüger zu überweisen.

Bei seinem ersten Versuch war der Unbekannte, der sich am Telefon als „Professor Rosenberg“ ausgab, noch erfolgreich gewesen. Bereits Anfang August erhielt die Seniorin einen ersten Anruf. Der Mann am Telefon überzeugte die Rentnerin davon, dass sie über 1000 Euro Schulden habe und diese nun schnellstmöglich zurückzahlen müsse. Den Betrag sollte die 75-Jährige über ein Geldtransferunternehmen in die Türkei senden. Die eingeschüchterte Frau zögerte keine Minute, hob das Geld ab und versandte es an die angegebene Adresse.

Es blieb nicht bei einem Anruf

Bei dem einen Anruf blieb es aber nicht, bereits wenige Wochen später meldete sich der vermeintliche Professor erneut. Diesmal sollte die Rentnerin mehrere Tausend Euro in die Türkei senden, da die Schulden noch nicht abgegolten seien, wie der Anrufer ihr weismachte. Die 75-Jährige glaubte dem Mann abermals und machte sich auf den Weg zum Transferunternehmen, um das geforderte Geld zu übersenden. Der Betreiber des Unternehmens wurde jedoch offenbar misstrauisch: Er nahm der Frau das Geld nicht ab und sagte ihr, dass sie ja bereits eingezahlt habe. Daraufhin nahm die Rentnerin Kontakt zum Anrufer auf, der sie nun aufforderte, ein Taxi zu nehmen und das Geld von einem Postamt in Berlin zu versenden.

Als die Rentnerin in einem Taxi nach Berlin saß, kam sie mit dem 52-jährigen Taxifahrer ins Gespräch. Nachdem der Taxifahrer sich die Geschichte angehört hatte, fuhr er die Dame nicht nach Berlin, sondern in die Polizeiinspektion Potsdam.

Die Kriminalpolizei dankte dem 52-Jährigen für sein aufmerksames Verhalten und hat nun die Ermittlungen zum Betrug aufgenommen.

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