21.09.2017, 15°C
  • 08.09.2017
  • von Martin Anton

WAZV berät über neues Gebührenmodell: Kompromiss im Streit um Altanschließer

von Martin Anton

Foto: Jens Büttner/dpa

Der Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) „Der Teltow“ will noch in diesem Monat über eine neue Variante zur Erhebung von Schmutzwassergebühren abstimmen.

Kleinmachnow - Der Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) „Der Teltow“ will noch in diesem Monat über eine neue Variante zur Erhebung von Schmutzwassergebühren abstimmen. Das ist ein Ergebnis der Verbandsversammlung am Mittwoch. Demnach soll am 20. September entschieden werden, wie und in welcher Höhe die Gebühren künftig erhoben werden.

Eine Anpassung der Gebühren war nicht zuletzt wegen der sogenannten Altanschließer-Problematik nötig geworden. Mehrere Grundstückseigentümer in Brandenburg hatten gegen die Erhebung von Anschlussbeiträgen durch neue Abwasserverbände nach der Wende geklagt und Recht bekommen. Das hatte die Kalkulationen eben jener Verbände wie „Der Teltow“ durcheinandergebracht.

Am Mittwoch wurden fünf Varianten vorgestellt, nach denen, zunächst von Oktober 2017 bis Dezember 2018, Schmutzwassergebühren erhoben werden könnten. Eine grundsätzliche Frage war dabei, ob es künftig gespaltene Gebühren geben solle. Bei diesem Modell würden die „Altanschließer“, die ihre Anschlussgebühren zurückerstattet bekommen oder erst gar nicht gezahlt hatten, in Zukunft stärker belastet – eine Art Beitragszahlung durch die Hintertür. Noch im Mai hatte es danach ausgesehen, als ob eine solche Lösung vom WAZV favorisiert würde.

Die Gemeindevertreter sprachen sich in der Verbandsversammlung am Mittwoch nun aber geschlossen gegen ein solches Splitting und für eine einheitliche Gebühr für alle Kunden aus. Eine solche Regelung würde aller Voraussicht nach allerdings eine Anhebung der Abwassergebühr nach sich ziehen. Auch für diese Einheitsgebühr gibt es verschiedene Varianten. So könnte entweder nur die Grundgebühr, nur die Mengengebühr oder aber beides angehoben werden.

Die Trinkwasserpreise des WAZV sollen hingegen auch im kommenden Jahr gleich bleiben. Derzeit kostet der Kubikmeter Trinkwasser 1,54 Euro plus sieben Prozent Mehrwertsteuer. Die endgültige Entscheidung darüber soll ebenfalls in 14 Tagen fallen. Martin Anton

Social Media

Umfrage

Soll die Biosphäre abgerissen werden, wie es die Grünen-Fraktion im Stadtparlament nun fordert? Stimmen Sie ab!