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Stahnsdorf

  • 11.08.2017
  • von Julia Frese

Ruhlsdorfer Strasse: Landkreis verzichtet auf Kauf der Pardemann-Villa

von Julia Frese

Die Villa in Stahnsdorf bleibt zumindest vorerst stehen. Foto: S. Gabsch

Das alte Haus in der Ruhlsdorfer Straße 1 in Stahnsdorf wird vorerst nicht abgerissen. Die Zukunft des Grundstücks ist somit weiter unklar.

Stahnsdorf - Rolle rückwärts: Wie der Landkreis gestern mitteilte, wird er Grundstück und Villa in der Ruhlsdorfer Straße 1 nun doch nicht von der Gemeinde Stahnsdorf kaufen. In einem Schriftwechsel zu dem Grundstück habe der Landkreis gegenüber der Gemeinde „deutlich gemacht, dass eine öffentliche Nutzung unter den beschlossenen Bedingungen finanziell und tatsächlich nicht darstellbar wäre und sich der Kreis nach anderen Möglichkeiten umschauen wird“, teilte Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert auf PNN-Anfrage mit.

Der Landkreis hatte vor einigen Wochen eine Kaufanfrage an die Gemeinde gestellt. Da die Sanierung der alten Villa zu teuer geworden wäre, plante der Kreis ihren Abriss. Anschließend sollte ein neues Gebäude auf dem Areal errichtet werden, in das die Kreisvolkshochschule einziehen sollte. In ihrer letzten Gemeindevertretersitzung im Juli stimmten die Stahnsdorfer dem Verkauf zu. Allerdings war die Beschlussvorlage kurz vor der Sitzung geändert worden. Demnach sollte sich der Käufer verpflichten, die historische Fassade der Villa im Fall eines Abrisses zu erhalten. So kam die Beschlussvorlage einigen Bürgern sowie der Künstlergruppe Art Event entgegen, die sich für den Erhalt der historischen Villa eingesetzt hatten.

Im Beschluss der Gemeinde ist im Übrigen nicht ausdrücklich der Landkreis als Käufer genannt.

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