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  • 02.08.2017

Weniger Kontrollen und Verstöße

Landkreis zieht Bilanz bei Lasermessungen

Zum Schutz der Kinder und präventiver Unfallverhütung: Im ersten Halbjahr 2017 hat der Landkreis Potsdam-Mittelmark in 18 Ämtern und Gemeinden insgesamt 661 Verkehrskontrollen durchgeführt. Mit 59,4 Prozent wurde am häufigsten innerhalb von Ortschaften geblitzt. 108 Mal kam das Lasermessgerät im verkehrsberuhigten Bereich zum Einsatz, etwa vor Schulen, Kindereinrichtungen oder an besonderen Gefahrenstellen. 160 Kontrollen fanden außerhalb der Ortschaften und nochmals 163 im Rahmen des Runderlasses des Brandenburger Infrastrukturministeriums auf Straßen mit dichtem Baumwuchs statt, auf denen maximal 70 Stundenkilometer erlaubt sind. Insgesamt wurden 62 Kontrollen weniger durchgeführt als noch im letzten Jahr, jedoch seien an allen mobilen Messstationen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 weniger Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert worden. Insgesamt wurden im Jahr 2017 etwas mehr als 15 000 Verstöße bei rund 200 000 kontrollierten Fahrzeugen registriert. Das sind rund 1000 Verstöße weniger als noch im Jahr zuvor.

Bei den stationären Messungen, deren auslösende Blitzgeräte etwa in Kleinmachnow, Groß Kreutz, Michendorf, Seddiner See und im Werderaner Ortsteil Glindow stehen, zeigte sich hingegen ein anderes Bild. Diese belegen eine überproportionale Entwicklung von Januar bis Juni. Während die Anzahl der gemessenen Fahrzeuge um 7,6 Prozent stieg, wuchs die Anzahl der Überschreitungen um 10,7 Prozent. Von rund vier Millionen kontrollierten Fahrzeugen überschritten etwa 26 000 die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Dieser Trend sei nach Angaben des Landkreises bereits im 1. Halbjahr 2016 zu verzeichnen gewesen.

Als Ordnungsbehörde des Landes Brandenburg liegt die Überwachung des fließenden Verkehrs in Verantwortung des Kreises. Ziel sei es, die Hauptunfallursachen zu bekämpfen. Dazu würde vor allem zu schnelles Fahren gehören. Die Ergebnisse der aktuellen Messungen würden die „unbedingte Notwendigkeit von Geschwindigkeitsüberwachungen“ belegen, heißt es aus dem Landratsamt. PNN

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