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Beelitz

  • 09.06.2017
  • von Martin Anton

Beelitz: Feuer in der Werkstatt eines Beelitzer Autohauses

von Martin Anton

Bei einem Feuer in einem Autohaus in Beelitz wurden vier Menschen verletzt. Jetzt wird ermittelt, wie es dazu kommen konnte.

Beelitz – Großeinsatz in Beelitz: Bei einem Feuer im Werkstattbereich des Autohauses Gürtler sind am Mittwochnachmittag vier Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Wie es genau zu dem Brand kam, ist noch nicht bekannt. Laut Polizei könnten Funken beim Ausbau eines Fahrzeugtanks zu einer Verpuffung in der Werkstatt geführt haben. Medien berichteten von mehreren Explosionen, womöglich ausgelöst durch Gasflaschen. Die Polizei wollte zum konkreten Vorgang keine Aussagen machen: „Die Ermittlungen dauern an“, hieß es aus der Pressestelle der Polizei Brandenburg. Ermittelt wird auch wegen einer möglichen fahrlässigen Brandstiftung.

Die Feuerwehr Beelitz war mit einem Großaufgebot am Einsatzort. Alle neun Ortsfeuerwehren halfen laut Stadtbrandmeister Matthias Jahn beim Löschen. Auch Einsatzkräfte aus Borkheide, Seddiner See und Treuenbrietzen waren vor Ort. Jahn spricht von insgesamt 16 Feuerwehrfahrzeugen. Etwa 80 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Beelitz wurde um etwa 15.30 Uhr alarmiert. Die Wehren konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. „Es gab keine Probleme, die Wasserversorgung war gut“, sagte Jahn. Nach etwa vier Stunden war der Einsatz beendet.

Der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth dankte am Donnerstag den Feuerwehren. „Das war ein hervorragender Einsatz, ich bin stolz auf unsere Freiwillige Feuerwehr.“ Knuth war selbst am Mittwochabend vor Ort. „Es war erschreckend“, sagte der Bürgermeister den PNN, „alle Leute dort standen unter Schock.“ Er habe auch am Donnerstag nochmal mit den Eigentümern geredet. Knuth sprach allen Betroffenen „große Anteilnahme“ aus und stellte Hilfe in Aussicht.

Drei Mitarbeiter des Autohauses mussten nach der Evakuierung der Werkstatt mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in verschiedene Krankenhäuser gebracht werden. Mindestens einer konnte aber am Donnerstag bereits wieder entlassen werden. Ein weiterer Mitarbeiter kam mit Verbrennungsverletzungen ins Krankenhaus. Lebensgefährlich verletzt wurde niemand.

Wie hoch der Sachschaden nach dem Brand ist, blieb zunächst unklar. Das Autohaus selbst gab am Donnerstag keine Auskunft zu dem Vorfall. Die Feuerwehr konnte das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Geschäfte, ein Lager mit Reifen und den Verkaufsraum des Autohauses verhindern. Der Schaden in der Werkstatt dürfte aber immens sein. Mehrere Fahrzeuge brannten komplett aus, das Dach stürzte teilweise ein. Das Autohaus samt Werkstatt liegt im Gewerbezentrum Beelitz Süd, an der Ortsausfahrt der B2 Richtung Lutherstadt Wittenberg.

Die Polizei sperrte den Brandort über Nacht ab. Am Donnerstag führte die Kriminalpolizei vor Ort eine umfangreiche Spurensuche durch. Jetzt müssten die Ergebnisse zunächst ausgewertet werden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Freiwillige Feuerwehr Beelitz rückte indes am Donnerstag erneut ins Gewerbegebiet aus, um am Autohaus zu löschen. Die Polizei hatte einige kleine Rauchsäulen beobachtet und die Feuerwehr alarmiert. 

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