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Beelitz

  • 08.06.2017
  • von Martin Anton

Großbrand im Autohaus: Explosionen und Verletzte in Beelitz

von Martin Anton

Einsatz. In Beelitz musste die Feuerwehr ausrücken (Symbolbild). Foto: Lino Mirgeler/dpa

In der Werkstatt eines Skodahändlers in Beelitz kam es zum Großeinsatz. Es gab mehrere Verletzte. Nun untersucht die Polizei, wie es zu dem Brand kam.

Beelitz - Großeinsatz der Feuerwehr in Beelitz: Bei einem Feuer im Werkstattbereich des Skoda-Händlers Gürtler wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer. Wie es genau zu dem Brand kam, ist noch nicht bekannt. Laut Polizei könnten Funken beim Ausbau eines Fahrzeugtanks zu einer Verpuffung in der Werkstatt geführt haben. Medien berichteten von mehreren Explosionen, womöglich ausgelöst durch Gasflaschen. Die Polizei wollte zum konkreten Vorgang keine Aussagen machen: „Die Ermittlungen dauern an“, hieß es aus der Pressestelle der Polizei Brandenburg. Ermittelt wird auch wegen einer möglichen fahrlässigen Brandstiftung.

Die Feuerwehr Beelitz war mit einem Großaufgebot am Einsatzort. Alle neun Ortsfeuerwehren halfen laut Stadtbrandmeister Matthias Jahn beim Löschen. Auch Einsatzkräfte aus Borkheide, Seddiner See und Treuenbrietzen waren vor Ort. Jahn spricht von insgesamt 16 Feuerwehrfahrzeugen. Etwa 80 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Beelitz wurde um etwa 15.30 Uhr alarmiert. Die Wehren konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. „Es gab keine Probleme, die Wasserversorgung war gut“, berichtete Stadtbrandmeister Jahn. Nach etwa vier Stunden war der Einsatz beendet.

Beelitz' Bürgermeister Bernhard Knuth dankte am Donnerstag den Feuerwehren. „Das war ein hervorragender Einsatz, ich bin stolz auf unsere Freiwillige Feuerwehr.“ Knuth war selber am Mittwochabend vor Ort. „Es war erschreckend", sagte der Bürgermeister den PNN, „alle Leute dort standen unter Schock". Er habe auch am Donnerstag nochmal mit den Eigentümern geredet. Knuth spricht allen Betroffenen „große Anteilnahme" aus und stellt Hilfe in Aussicht.

Mit Verbrennungen ins Krankenhaus

Drei Mitarbeiter des Autohauses mussten nach der Evakuierung der Werkstatt mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in verschiedene Krankenhäuser gebracht werden, aus denen sie am Donnerstag zum Teil wieder entlassen wurden. Ein weiterer Mitarbeiter kam mit Verbrennungsverletzungen ins Krankenhaus. Lebensgefährlich verletzt wurde niemand.

Wie hoch der Sachschaden nach dem Brand ist, blieb zunächst unklar. Das Autohaus selbst gab am Donnerstag keine Auskunft zu dem Vorfall. Die Feuerwehr konnte das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Geschäfte, ein Lager mit Reifen und den Verkaufsraum des Autohauses verhindern. Der Schaden in der Werkstatt dürfte aber immens sein. Mehrere Fahrzeuge brannten komplett aus, das Dach stürzte teilweise ein. Das Autohaus samt Werkstatt liegt im Gewerbezentrum Beelitz Süd, an der Ortsausfahrt der B2 Richtung Lutherstadt Wittenberg. 

Die Polizei sperrte den Brandort über Nacht ab. Am Donnerstag führte die Kriminalpolizei vor Ort eine umfangreiche Spurensuche durch. Jetzt müssten diese zunächst ausgewertet werden, sagte ein Pressesprecher der Polizei Brandenburg. 

Feuerwehr rückt erneut aus

Die Freiwillige Feuerwehr Beelitz rückte indes am Donnerstag erneut ins Gewerbegebiet aus, um am Autohaus zu löschen. Die Polizei hatte einige kleine Rauchsäulen beobachtet und die Feuerwehr alarmiert. nsatzkräfte alarmiert. 

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