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Teltow

  • 01.06.2017
  • von Julia Frese

Teltow: Flüchtlingsheim wird erst nach Pfingsten geräumt

von Julia Frese

Endlich verwurzelt. Halima Farah und ihre Familie haben sich nach vier Jahren in Teltow gut eingelebt und Freunde gefunden. Nun sollen sie nach Brück umziehen, von wo aus sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln rund zwei Stunden bis nach Teltow brauchen. Foto: Andreas Klaer

Das Teltower Flüchtlingsheim wird nicht jetzt, sondern nach Pfingsten geschlossen. Bis dahin soll es eine Lösung für die somalische Flüchtlingsfamilie geben, die sich gegen die Zwangsräumung wehrt.

Teltow - Die somalische Familie, die aus dem Flüchtlingsheim in der Potsdamer Straße kurzfristig nach Brück ziehen sollte, muss vor dem Pfingstwochenende nicht mehr mit einer Zwangsräumung rechnen. „Nach Pfingsten wird die beauftragte Firma mit der kompletten Leerung des Hauses beginnen“, so Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert. Bis dahin hofft der Landkreis, einen Kompromiss für die Familie gefunden zu haben.

Ein Angebot für eine Wohnung in Brandenburg/Havel hatte die Familie zuletzt widerwillig angenommen. Schwinzert hatte angegeben, dass es im Raum Teltow keine freien Mietwohnungen mehr gebe. Dies stellte sich als Irrtum heraus. Eine PNN-Leserin verwies gestern auf eine freie Sozialwohnung im Striewitzweg. Ob der Familie damit geholfen werden kann, liege aber in der Hand des Vermieters, so Schwinzert: „Ein Vermieter darf sich seine Mieter aussuchen. Das stellt regelmäßig leider noch eine besondere Hürde für Geflüchtete dar.“ 

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