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  • 24.05.2017
  • von Martin Anton

Druck auf Landesregierungen erhöht: Steglitz-Zehlendorf will die Stammbahn

von Martin Anton

Berlin/Kleinmachnow - Über Kleinmachnow sollen wieder Züge von Potsdam nach Berlin fahren. Zumindest, wenn es nach den Verordneten des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf geht. In der jüngsten Bezirksverordnetenversammlung beauftragten die Bürgervertreter per Beschluss das Bezirksamt, „sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen“, dass die Stammbahn zwischen Berlin und Potsdam wieder in Betrieb genommen wird. Außerdem soll auch ein Fahrradschnellweg – möglichst frei von Kreuzungen – entlang der Stammbahnstrecke gebaut werden, auf dem Fahrradfahrer schnell von Potsdam in die Mitte Berlins gelangen können.

Bekenntnis zur Stammbahn: Druck auf Berlin und Brandenburg erhöht

Mit ihrem Beschluss erhöhen die Berliner beim Thema Stammbahn den Druck auf die Landesregierungen in Berlin und Brandenburg. Sie müssten die Deutsche Bahn mit der Aufnahme des Bahnverkehrs beauftragen. Seit etwa zwei Jahren wird in der Region darüber diskutiert, ob die alte Stammbahn, die Trasse einer der ältesten Bahnverbindungen Berlins, wiederbelebt wird. Auch im Landkreis Potsdam-Mittelmark gibt es viel Zuspruch für eine Reaktivierung der Stammbahn. Anwohner befürchten allerdings den möglichen Lärm durch regelmäßigen Bahnverkehr auf der Strecke.

Die Bezirksverordneten fordern in ihrem Beschluss eine neue Nutzen/Kostenuntersuchung für die Reaktivierung der Stammbahn. Auch sollen bis zu einer Entscheidung keine Baumaßnahmen auf der Strecke stattfinden, die Deutsche Bahn soll dazu verpflichtet werden, die notwendige Infrastruktur - also Bahndämme, Brückenpfeiler und ähnliche Anlagen - instand zu halten. Außerdem sollen die Entscheider die bessere Anbindung der Gemeinden Stahnsdorf, Kleinmachnow und Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark berücksichtigen. Dabei geht es auch um die Frage, ob die S-Bahn von Teltow nach Stahnsdorf und Wannsee verlängert werden sollte. 

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